Fußball DFB
DFB stellt Verfahren gegen FC Bayern ein

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat die "Akte Klose" geschlossen. Somit gibt es nach den "informellen Gesprächen" zwischen Bayern München und Miroslav Klose keine Sanktionen gegen den Rekordmeister.

Der FC Bayern München bekommt nach den "informellen Gesprächen" mit Miroslav Klose von Werder Bremen über einen Wechsel an die Isar keine Probleme. Das gab der Deutsche Fußball-Bund (DFB) am Freitag bekannt. Der DFB-Kontrollausschuss unter Vorsitz von Horst Hilpert hat das Ermittlungsverfahren gegen die Bayern eingestellt.

"Der FC Bayern München beruft sich darauf, dass die geführten "informellen Gespräche" nicht vorher gegenüber Werder Bremen anzeigepflichtig gewesen seien. Dieser Meinung hat sich die Deutsche Fußball Liga angeschlossen", hieß es in der Erklärung.

Nach Prüfung der von der DFL überlassenen Erkenntnisse könne den Bayern "aus Sicht des DFB-Kontrollausschusses in subjektiver Hinsicht kein Vorwurf gemacht werden", begründete Hilpert die Einstellung des Verfahrens.

Auch kein Ungemach für Klose

Auch Klose droht kein Ungemach. Gegen den Nationalstürmer wurde kein Ermittlungsverfahren eingeleitet, "da sein Verhalten nach dem Ligastatut nicht verboten ist", wie der DFB befand.

Vertreter des FC Bayern hatten sich am 24. April mit Klose in Hannover getroffen. Der "Lizenzordnung Spieler" der DFL zufolge darf aber kein Verein mit einem Akteur direkt in Kontakt treten, solange der Spieler einen gültigen Vertrag hat und der abgebende Klub nicht zuvor schriftlich über den Abwerbeversuch informiert wurde. Dies ist erst ein halbes Jahr vor Vertragsende gestattet, Kloses Kontrakt bei Werder endet aber erst 2008.

Ein Verstoß gegen diesen Paragraphen fünf gilt als "unsportliches Verhalten" und kann vom DFB nach Paragraph 1, Nr. vier seiner Rechts- und Verfahrungsordnung geahndet werden. Klose hat mittlerweile geäußert, dass er seinen Vertrag an der Weser erfüllen möchte.

Am Donnerstag hatte der DFB-Kontrollausschuss die DFL gebeten, ihm schriftliche Unterlagen zu dem Fall zu übermitteln. Nach der Auswertung dieses Materials ist Hilpert offenbar zu der Erkenntnis gelangt, dass die Bayern-Bosse nicht gegen die Transferregeln des Verbandes verstoßen haben. Werder hatte sich ohnehin nicht bei der DFL oder dem DFB beschwert, die Liga hielt deshalb eine Ermittlung nicht für erforderlich.

Allerdings ließ der DFL-Geschäftsführer Spielbetrieb Holger Hieronymus durchblicken, dass die Liga über die aktuellen Statuten nicht glücklich ist und diese ändern will. Ein Unterschied zwischen einem informellen Gespräch und einer Vertragsverhandlung soll demnach nicht mehr gemacht werden.

© SID

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