Fußball DFB
DFB und Merkel wollen Einwanderer-Kindern helfen

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will kurz vor der WM mit einem Fünf-Punkte-Plan sowie der Unterstützung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel zu einer besseren Integration von Einwanderer-Kindern beitragen.

Kurz vor der WM im eigenen Land hat es sich der Deutsche Fußball-Bund (DFB) zum Ziel gesetzt, mit einem Fünf-Punkte-Plan sowie der Unterstützung durch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Dosb-Präsident Thomas Bach für eine bessere Integration von Einwanderer-Kindern zu sorgen. "Wir wollen die Kraft des Fußballs nutzen, um in diesem Land die Integration zu verbessern", sagte der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger auf einer Pressekonferenz am Samstag in der DFB-Zentrale in Frankfurt/Main, an der auch Bundeskanzlerin Merkel und Bach teilnahmen.

Zwanziger stellte fünf neue Ansatzpunkte vor. Zum einen wird der DFB ein Pilot-Projekt in einem sozialen Brennpunkt in Osnabrück zunächst auf zehn weitere Standorte ausweiten. Die Initiative richtet sich insbesondere an junge Mädchen und wird vom DFB mit 400 000 Euro bezuschusst.

Verleihung eines Integrationspreises geplant

Darüber hinaus wird der DFB künftig einen ehrenamtlichen Integrationsbeauftragten berufen. Dem neuen Posten sollen Integrationsbotschafter zur Seite gestellt werden. Dafür wird der Verband nach der WM auch Nationalspieler vorstellen. Weiter wird die Bildung eines Dachnetzwerkes für alle Integrationsprojekte im Fußball sowie die Verleihung eines sogenannten Integrationspreises angestrebt.

Bundeskanzlerin Merkel bekräftigte die Zusammenarbeit mit DFB und Dosb. Beide Verbände sollen an einem Integrationsgipfel Mitte Juli in Berlin teilnehmen. "Wir wollen, dass schon in frühen Jahren alles getan wird, um allen Kindern die gleichen Chancen zu eröffnen", sagte Merkel: "Dabei kann der Sport und insbesondere der Fußball eine große Hilfe sein."

Kanzlerin unterstreicht "Null-Toleranz-Standpunkt"

Die Bundeskanzlerin machte sich ebenfalls noch einmal für "null Toleranz gegenüber jedweder Form von Gewalt" stark. Um sich für eine friedliche WM im eigenen Land einzusetzen, hat Merkel in den nächsten Tagen ein Treffen mit Fanprojekten anberaumt.

In Sicherheitsfragen sieht die Kanzlerin "alle denkbaren Vorbereitungen getroffen". Im Vorfeld der WM-Endrunde werde es auch noch ein Treffen mit den Botschaftern aller teilnehmenden Länder geben. Ein Vorfall wie am Freitag bei der Eröffnung des neuen Berliner Hauptbahnhofs, als ein 16 Jahre alter Amokläufer 28 Menschen mit Messerstichen verletzt hat, dürfe bei der WM nicht passieren. "Das war ein schreckliches Ereignis", sagte Merkel: "Zum Glück ist der Täter gefasst worden."

© SID

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