Fußball DFB
DFB will Hoyzer zur Kasse bitten

Auf rund 1,8 Mill. Euro belaufen sich die Forderungen, die der Deutsche Fußball-Bund gegen den ehemaligen Schiedsrichter Robert Hoyzer geltend machen will.

Wie erwartet macht der Deutsche Fußball-Bund (DFB) Schadenersatzansprüche gegen Schiedsrichter Robert Hoyzer geltend. Die Forderungen belaufen sich auf rund 1,8 Mill. Euro. Das teilte der DFB am Freitag nach einer Sitzung in Frankfurt/Main mit.

Wie bereits kurz nach Bekanntwerden des Wett- und Manipulations-Skandals im Januar 2005 von DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger angekündigt, hat der DFB nach Abschluss des Verfahrens gegen Hoyzer vor dem Landgericht Berlin und seiner rechtskräftigen Verurteilung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten die entsprechenden Schritte eingeleitet.

Der Verband hat darüber am vergangenen Donnerstag auch den Anwalt von Hoyzer informiert. Der Schriftsatz wird ihm und seinem Mandanten in der kommenden Woche zugestellt. Sollte es zu keiner gütlichen Einigung kommen, wird Klage vom DFB gegen Robert Hoyzer eingereicht.

Die Schadenersatzansprüche von rund 1,8 Mill. Euro setzen sich im Wesentlichen zusammen aus zu Unrecht erhaltenen Schiedsrichter-Honoraren, Verfahrenskosten und den vom DFB mit dem Hamburger SV geschlossenen Vergleich im Zusammenhang mit dem von Robert Hoyzer manipulierten DFB-Pokal-Spiel beim SC Paderborn.

Der HSV hatte am 21. August 2004 die von Hoyzer geleitete Begegnung der ersten DFB-Pokalrunde mit 2:4 verloren und war damit aus dem Wettbewerb ausgeschieden. Nach dem Bekanntwerden des Manipulationsverdachts hatten die Hamburger zunächst Protest gegen die Spielwertung beim DFB-Sportgericht eingelegt und diesen auf Grund des mit dem Verband geschlossenen Vergleichs am 11. Februar 2005 zurückgezogen.

Der DFB und der HSV hatten sich zuvor auf eine Ausgleichszahlung von zwei Mill. Euro unter Anrechnung der Einnahmen aus einem in Hamburg veranstalteten Länderspiel geeinigt.

© SID

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