Fußball DFB: Doppellösung für DFB-Sportdirektor wird konkreter

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Doppellösung für DFB-Sportdirektor wird konkreter

Bei der Suche nach einem Sportdirektor des DFB sprach sich Theo Zwanziger einmal mehr für eine mögliche Doppellösung mit Matthias Sammer und Bernhard Peters aus. Auch die beiden Kandidaten signalisierten Bereitschaft.

In der Debatte um den Sportdirektor für den Deutschen Fußball-Bund (DFB) läuft die Lösung scheinbar auf eine Doppellösung hinaus. Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger machte sich einmal für eine personelle Besetzung des Postens mit dem früheren Europameister Matthias Sammer und Hockey-Bundestrainer Bernhard Peters stark. "Ich möchte darauf hinarbeiten, dass wir zu einer Entscheidung kommen", sagte der DFB-Präsident dem ZDF mit Blick auf die vorgezogene Präsidiumssitzung am 8. Februar: "Wir wollen gute Trainer haben und auch gute Leute wie Herrn Peters, denn sonst werden wir unserer Verantwortung für den deutschen Fußball und den Nachwuchs nicht gerecht."

Zwanziger schloss ein Engagement von Bernhard Peters nicht aus, wünscht sich aber zusätzliches Fußball-Fachwissen. "Was die Persönlichkeit von Herrn Peters angeht, ist die sehr gut. Aber wir brauchen einen Führungsstab, in dem es auch Fußball-Kompetenz gibt."

Sammer sieht reizvolle Aufgabe

Sammer bekräftigte unterdessen sein Interesse an dem Posten. "Ich bin bereit, mitzuhelfen und meine als Spieler und Trainer gesammelte Erfahrung einzubringen", erklärte der Europameister von 1996 in einer Kolumne der "Welt am Sonntag". "Als diese Position erstmals durch Jürgen Klinsmann und Oliver Bierhoff im Herbst an mich herangetragen wurde, fühlte ich mich noch mehr als Bundesligatrainer", so Sammer: "Je mehr ich mich mit dem Thema beschäftigt habe, desto klarer wurden die Vorstellungen. Und desto reizvoller wurde die große Aufgabe, diese neue Position beim DFB zu besetzen."Über personelle Konstellationen wollte Sammer im ZDF aber nicht spekulieren. Stattdessen verwies er auf die Bedeutung der Sache: "Es geht um die Verbesserung des Jugendfußballs."

Der frühere Bundesliga-Trainer von Borussia Dortmund und vom VfB Stuttgart deutete zudem auch mögliche Bereitschaft zu einer Doppellösung vorsichtig an: "Offenheit für die neuesten Trends im Fußball, für die Wissenschaft und das Einbringen von Erkenntnissen aus anderen Sportarten sind dabei eine Selbstverständlichkeit."

Hoeneß spricht von einer "Furzidee"

Bernhard Peters fühlt sich unterdessen geehrt vom Interesse der Fußballer und könnte sich eine Arbeit beim DFB, auch gemeinsam mit Sammer, vorstellen. "Meine letzten 20 Jahre als Bundestrainer bestanden zu 80 Prozent aus Organisation und dem Aufbau einer Teamstruktur. Die Idee ist, dass ich als Koordinator neue Gedanken einbringe und die Sache aus einer neuen Perspektive beleuchte", sagte er im ZDF.

Der Sportdirektor soll sich laut Zwanziger "um den Nachwuchs und die Trainerausbildung kümmern, aber auch im Notfall die A-Nationalelf übernehmen können". Zwanziger: "Wir können dem Team keine Situation zumuten wie nach Rudi Völlers Rücktritt." Genau diese Anforderung bezeichnete Bayern Münchens Manager als "Furzidee". Wer darauf gekommen sei, "der ist weltfremd und unprofessionell", sagte der 54-Jährige: "Kein Bundestrainer der Welt will einen zukünftigen Bundestrainer als Sportdirektor."

© SID

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