Fußball DFB
Herrlich ab Juli in Diensten des DFB

Heiko Herrlich wird neuer Trainer der U 18-Nationalmannschaft des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Der 35-Jährige unterzeichnete einen Drei-Jahres-Vertrag und wird seinen neuen Job am 1. Juli antreten.

Heiko Herrlich verstärkt das Trainerteam des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Drei Jahre nach dem Ende seiner bewegten Profi-Karriere wechselt der 35 Jahre alte fünfmalige Nationalspieler wechselt zum 1. Juli als neuer Coach zum DFB und folgte damit dem Ruf von Matthias Sammer, seinem ehemaligen Spielerkollegen und Trainer bei Borussia Dortmund, der heute DFB-Sportdirektor ist.

Der derzeitige BVB-Juniorentrainer Herrlich, der als Profi von Bayer Leverkusen, Borussia Mönchengladbach und Borussia Dortmund insgesamt 75 Tore in 278 Bundesliga-Spielen erzielte und 2000 den Kampf gegen einen Gehirntumor gewann, übernimmt in der kommenden Saison zunächst die U18-Auswahl des DFB. Das gab der Verband am Dienstag bekannt.

"Die neue Herausforderung ist für mich eine tolle Chance. Borussia Dortmund bin ich zu großem Dank verpflichtet, dass mir die Verantwortlichen in den vergangenen Jahren als Spieler und Trainer stets Vertrauen entgegengebracht haben. Der Einstieg als Trainer bei der A-Jugend der Borussen war für meine weitere berufliche Entwicklung enorm wichtig", sagte Herrlich, der im Juni 2005 seine Fußball-Lehrer-Prüfung absolviert hatte.

In der Saison 1994/95 war Herrlich mit 20 Toren gemeinsam mit dem Bremer Mario Basler Torschützenkönig der Bundesliga und schoss Mönchengladbach auch zum DFB-Pokalsieg, bevor er nach Dortmund wechselte. Mit dem BVB wurde Herrlich zweimal deutscher Meister (1996, 2002) sowie 1997 Champions-League- und Weltpokal-Sieger.

Im November 2000 erkrankte er an einem Gehirntumor. Er besiegte zwar die Krankheit und kehrte in die Bundesliga zurück, schaffte es aber nicht mehr, an frühere Leistungen anzuknüpfen. Am 1. April 2004 bat er die Dortmunder um die Auflösung seines noch bis 2005 laufenden Vertrages.

DFB-Sportdirektor Sammer, der in Dortmund von 1995 bis 1997 gemeinsam mit Herrlich in der Bundesliga spielte und dann als BVB-Trainer von 2000 bis 2004 wiederum mit Herrlich zusammen arbeitete, meinte zu dessen Verpflichtung: "Wir freuen uns, dass wir in ihm einen Trainer der jungen Generation unter Vertrag nehmen konnten. Dank seiner sportlichen Qualitäten und auch seiner Persönlichkeit ist er ein echtes Vorbild für unsere Junioren-Nationalspieler. Heiko hat in den vergangenen Jahren einen großen Reifeprozess mitgemacht und wird seine neue Aufgabe mit großem Elan wahrnehmen."

Verbunden mit dem Engagement von Herrlich ist die Entscheidung, dass der im vergangenen Jahr vorübergehend mit der Betreuung der U20 beauftragte Erich Rutemöller keine DFB-Junioren-Nationalmannschaft mehr trainiert. Er wird sich angesichts der geplanten Überarbeitung der Lehrinhalte komplett auf seine Tätigkeit als DFB-Chefausbilder konzentrieren. Die Gespräche über eine Vertragsverlängerung von Rutemöller und darüber hinaus die Neustrukturierung der Verantwortlichkeiten für die U-Mannschaften im DFB-Trainerstab stehen laut DFB-Mediendirektor Harald Stenger unmittelbar vor dem Abschluss.

© SID

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