Fußball DFB
Hrubesch fordert Ausweitung des Nachwuchs-Konzepts

Horst Hrubesch will weiter in die Nachwuchsarbeit des Deutschen Fußball-Bundes investieren. "Es müsste aus meiner Sicht noch mehr Geld ausgegeben werden", forderte Hrubesch.

Nach den Titelgewinnen der DFB-Juniorenteams und der erfolgreichen Verjüngung der deutschen Nationalmannschaft hat Horst Hrubesch eine Ausweitung des bisherigen Nachwuchs-Konzepts gefordert.

"Die meisten Fehler macht man, wenn man erfolgreich ist. Es müsste aus meiner Sicht noch mehr Geld für den Nachwuchsbereich ausgegeben werden. Es müsste geregelt werden, dass ein gewisser Prozentsatz des Gesamtetats eines Klubs in die Jugendausbildung fließt", sagte der DFB-Trainer der Sport Bild. Hrubesch hatte die U19 (2008) und die U21 (2009) des Verbandes jeweils zum EM-Titel geführt.

Abwerbeschutz

Das vorgeschlagene Modell würde sich nach Ansicht des Ex-Nationalspielers auf lange Sicht auch finanziell für die Klubs lohnen. "Würden die Bayern Bastian Schweinsteiger, der aus der eigenen Jugend stammt, verkaufen, hätte ein einziger Spieler schon einen großen Teil der Investitionen refinanziert", meinte der Europameister von 1980 und sprach sich zudem für einen Abwerbeschutz von Jugendspielern bis zu einem gewissen Alter aus.

"Mit zehn Jahren zu einem Groß-Klub zu gehen, ist schon sehr früh. Die Kinder werden aus ihrem Umfeld herausgezogen, am Ende fallen viele von ihnen bei den Profi-Klubs auch noch durchs Sieb. Es macht mehr Sinn, die Talente bis zu einem gewissen Alter, bis zwölf oder 13 Jahren, in ihren Heimatklubs zu lassen", meinte Hrubesch. Dies sei auch wichtig für die Persönlichkeitsentwicklung.

© SID

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