Fußball DFB
"MV" für möglichen Interimstrainer Sammer

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder hat Matthias Sammer als Interimslösung bei einem eventuellen Rücktritt von Bundestrainer Jürgen Klinsmann ins Gespräch gebracht. Einen Schwebezustand dürfe es nicht geben, so "MV".

Im Fall der Fälle könnte Sportdirektor Matthias Sammer Interimstrainer der deutschen Nationamannschaft werden. Das zumindest ist die Meinung von DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. "Falls Jürgen Klinsmann nach der WM aufhören sollte, was ich nicht hoffe, stünde der DFB zunächst mal wieder ohne Trainer da. Glücklicherweise verfügen wir beim Verband aber mittlerweile über eine hohe Fachkompetenz. Deshalb könnte ich mir vorstellen, dass Sammer zunächst einmal für ein, zwei oder drei Spiele als Interimscoach agiert, eben so lange, bis wir in Ruhe einen geeigneten Nachfolger gefunden haben", sagte der 73-Jährige am Rande einer Pressekonferenz am Freitag in Genf.

Schwebezustand sollte vermieden werden

Einen wochenlangen Schwebezustand wie nach dem Rücktritt von Rudi Völler als Teamchef nach dem Vorrundenaus bei der EM in Portugal vor zwei Jahren dürfte es nicht mehr geben, betonte der Verbandschef, er sei aber nicht ausgeschlossen: "Das war für den Verband nicht gut und sollte nie wieder passieren. Aber es kann doch keiner verlangen, dass wir jetzt schon einen neuen Trainer in der Hinterhand haben. Das wäre mehr als unseriös. Deshalb kann es sein, dass der Verband plötzlich wieder ohne Trainer dasteht, falls Klinsmann aufhört."

Mayer-Vorfelder, der nach dem Turnier seinen Posten als Präsident des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) aufgeben und die Amtsgeschäfte an den bisherigen Geschäftsführenden Präsidenten Dr. Theo Zwanziger übergeben wird, machte zudem deutlich, dass alleine das DFB-Präsidium in der Bundestrainer-Frage Entscheidungskompetenz habe.

Die verbalen Duelle zwischen Sportdirektor Sammer und Nationalmannschaftsmanager Oliver Bierhoff über deren Einfluss bei einer möglichen Suche nach einem Klinsmann-Nachfolger bezeichnete "MV" als "Streit um des Kaisers Bart. Wir beziehen sicherlich beide in unsere Beratungen mit ein, aber entscheiden wird satzungsgemäß das Präsidium."

© SID

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