Fußball DFB
"MV" verteilt Schelte an Bundesliga-Trainer

DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder ist mit dem Verhalten der Bundesliga-Coaches nicht einverstanden. Diese würden Bundestrainer Jürgen Klinsmann nur unzureichend unterstützen.

Mehr Unterstützung für Bundestrainer Jürgen Klinsmann aus den Reihen der Bundesliga-Trainer wünscht sich DFB-Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder. "Ich finde es ein Stück traurig, dass es kaum einen Klub-Trainer gibt, der Jürgen unterstützt. In Dortmund spielte zum Beispiel Christoph Metzelder wochenlang gar nicht, Bastian Schweinsteiger in München zu selten. Obwohl jeder weiß, dass Jürgen auf diese Spieler setzt. Das ist bedauerlich", sagte "MV" der Bild-Zeitung (Samstagausgabe) in seinem ersten Interview nach seiner erfolgreichen Herzoperation Anfang Februar.

Kritik übte Mayer-Vorfelder auch am Zeitpunkt der Ernennung von Matthias Sammer zum Sportdirektor des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), dies sei "übereilt" gewesen: "Ich persönlich bin der Meinung, daß es Zeit bis nach der WM gehabt hätte. Entscheidend ist: Wie setzt ein Sportdirektor die Fußball-Philosophie in den Jugend-Nationalteams um. Und die Philosophie hängt maßgeblich vom Bundestrainer ab. Was ist, wenn Klinsmann nach der WM Schluss macht?"

Der 72-Jährige hofft genau darauf nicht, vielmehr wünscht er sich ein weiteres Engagement von Klinsmann: "Ich mag Klinsmanns Beharrlichkeit und sein Stehvermögen. Ich habe ihm gesagt: Komm, du mußt auf jeden Fall weitermachen. Du mußt doch mit deiner junger Mannschaft 2008 und 2010 ernten, was du gesät hast."

Viertelfinale wäre für "MV" ein Erfolg

Bei der bevorstehenden WM sieht "MV" die DFB-Elf in der Außenseiterrolle. Den Stuttgarter Nachrichten sagte er: "Für mich wäre das Viertelfinale schon ein großer Erfolg. Die Mannschaft ist blutjung, einigen Spielern fehlt internationale Erfahrung." Eine Lanze brach er für Trainer Christoph Daum. "Er hat Fehler gemacht. Aber er verdient eine zweite Chance. Er ist einer der besten Trainer, die wir in Deutschland haben", sagte der DFB-Chef, der sich sogar ein Engagement Daums im Verband vorstellen könnte: "Auch das will ich nicht ausschließen, aber das haben andere zu entscheiden."

Daneben kritisierte der Mayer-Vorfelder die negative Stimmungsmache in Deutschland vor der WM. "Wir Deutschen können uns nicht mehr freuen. Eine Weltmeisterschaft im Land zu haben ist etwas Wunderbares. Doch anstatt uns darüber zu freuen, nörgeln wir lieber", sagte er den Nachrichten.

© SID

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