Fußball DFB: Niersbach sieht den DFB auf Kurs

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Niersbach sieht den DFB auf Kurs

Nach 100 Tagen im Amt als DFB-Generalsekretär fand Wolfgang Niersbach viele lobende Worte für die Nationalmannschaft. Auch Matthias Sammer und Steffi Jones begeistern Niersbach.

Seit 100 Tagen ist Wolfgang Niersbach Generalsekretär beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) und sein erstes Zwischenfazit fällt sehr positiv aus. So hat er Bundestrainer Joachim Löw und seinem Betreuerstab selbst im Falle eines frühen Ausscheidens bei der Fußball-EM in Österreich und der Schweiz (7. bis 29. Juni) die volle Rückendeckung zugesichert. "Mit den Vertragsverlängerungen im Trainerstab haben wir verdeutlicht, welches Vertrauen wir zu ihm haben. Ein Vertrauen, das über 2008 hinausgeht, egal welches Ergebnis die EM 2008 bringt", sagte der 57-Jährige im Gespräch der Woche auf der Internetseite des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Dennoch habe das deutsche Nationalteam bei der EM nach den Enttäuschungen 2000 und 2004 "einiges gutzumachen und aufzuholen." Niersbach erklärte: "Wir müssen uns immer bewusst sein, dass das Image des DFB entscheidend von der Nationalmannschaft geprägt wird. Alles was mit Reputation, Tradition und wirtschaftlicher Stabilität unseres Verbandes zu tun hat, hängt davon ab."

Sonderlob für Sammer und Jones

100 Tage nach seinem Amtsantritt als höchster DFB-Angestellter stellte der Düsseldorfer derweil DFB-Sportdirektor Matthias Sammer ein positives Arbeitszeugnis aus: "Es hat sich in den fast zwei Jahren seit Matthias Sammers Amtsantritt gezeigt, wie wichtig eine führende sportliche Position neben dem Bundestrainer ist." Sammer stehe dafür, dass es heute eine einheitliche Linie von der A-Mannschaft bis zur U 15 beim DFB gäbe, so Niersbach, der zudem Steffi Jones als Chefin des Organisationskomitees für die Frauen-WM 2011 in Deutschland lobte.

"Ich bin total begeistert von ihr. Ich bin sehr beeindruckt, wie locker sie einerseits ist, wie konzentriert sie sich aber auch in alle Themenfelder reinarbeitet", sagte Niersbach, während der WM 2006 in Deutschland Vizepräsident des Organisationskomitees. Jones zeige mit vielen konstruktiven Ideen, dass sie nicht nur Repräsentantin für die WM 2011 sein wolle, sondern dass sie sich auch in die organisatorischen Vorbereitungen einbringen möchte.

Übertragungsrechte werden 2009 wieder zum Thema

Als Mitglied des Präsidialausschusses im OK-Aufsichtsrat erklärte Niersbach es zu seinem persönlichen Ziel, sich so einzubringen, "dass wir bis zur Mitte dieses Jahres die Verträge mit den sechs nationalen Förderern unter Dach und Fach haben". Ansonsten vertraue er darauf, dass das Team mit Jones an der Spitze "den Laden im Griff" habe.

Für das Jahr 2008 zählt Niersbach neben den Herausforderungen der EM und den Olympischen Spielen sowie dem Start der 3. Liga die Verhandlungen über neue Fernsehverträge zu den vordringlichsten Aufgaben. "2009 laufen bekanntlich alle Verträge aus, es müssen also die Übertragungsrechte an den A-Länderspielen, am DFB-Pokal, an den Spielen unsere U-Teams, der Frauen-Nationalmannschaften und der Frauen-Bundesliga neu vergeben werden. Das ist momentan noch ein weißes Feld", meinte der langjährige DFB-Mediendirektor und Amtsnachfolger von Horst R. Schmidt.

© SID

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