Fußball DFB-Pokal
45 Millionen Euro TV-Einnahmen beim DFB-Pokal

Der DFB-Pokal ist für die teilnehmenden Verein so lukrativ wie nie zuvor. Insgesamt werden 45 Mill. Euro an TV-Geldern verteilt, der Pokalsieger alleine kassiert 5,8 Millionen.

Den teilnehmenden Klubs beschert der DFB-Vereinspokal mehr denn je lukrative Zusatzeinnahmen. Nach Angaben von DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) sind die TV-Honorare für den Pokal auf 45 Mill. Euro pro Saison gestiegen. "Europaweit wird nur in England etwas mehr für den Pokalwettbewerb gezahlt", sagte Niersbach.

Premiere als Partner neben ARD und ZDF

Der Pay-TV-Sender Premiere, der seit dieser Saison alle 63 Spiele ab der ersten Runde live überträgt, zahlt für die Übertragungsrechte in diesem Jahr 14 Mill. Euro, "insgesamt über vier Jahre 72 Mill. Euro", so Niersbach, "der Betrag von ARD und ZDF für den Pokalwettbewerb bleibt trotz der Aufgabe der Exklusivität gleich".

Die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten ARD und ZDF hatten ihre Exklusivpartnerschaft schon in dieser Saison aufgeben, so dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) beim Abschluss des neuen Kontraktes bereits Premiere als weiteren Partner mit ins Boot nehmen konnte. "Das Ganze haben wir erstaunlich schnell innerhalb eines Monats hinbekommen - mit Zustimmung des Kartellamts", berichtete der DFB -"General". Der ursprüngliche Vertrag mit ARD und ZDF, die die Erstverwertung im Free-TV besitzen, lief noch bis 2009.

Pokalsieger erhält 5,8 Mill. Euro TV-Gelder

Der DFB-Pokalsieger 2009 erhält nur vom Fernsehen 5,8 Mill. Euro. Die Fernsehgelder pro Pokalrunde werden, basierend auf einem Vorschlag des Ligaverbands, paritätisch aufgeteilt. Demnach erhalten Erstrunden-Teilnehmer künftig 97 942 Euro, danach steigen die Beträge von 227 133 Euro (2. Runde) über 454 267 Euro (3. Runde) und 908 533 Euro (4. Runde) auf 1,57 Mill. Euro im Halbfinale. Eine Finalniederlage wird mit 1 707 307 Euro versüßt, der DFB-Pokalsieger erhält 2 560 960 Euro.

Laut Niersbach habe der DFB im Gegenzug auf höhere Forderungen beim Länderspielhonorar verzichtet. "Wir kriegen weiterhin 4,1 Mill. Euro pro Heimspiel. Wir hätten diesen Betrag auf Grund der Einschaltquoten und der Popularität der Nationalmannschaft leicht nach oben verändern können, aber wir haben uns sportpolitisch ganz klar dazu bekannt, den DFB-Pokal im Sinne der Vereine aufzuwerten und auch die 3. Liga zu bedenken", sagte der ehemalige DFB-Mediendirektor.

Berlin als Markenzeichen des Pokals

Die Drittligisten erhalten in dieser Saison jeweils 625 000 Euro. Niersbach: "Das ist ein weitaus höherer Betrag als der, den erstklassige Eishockey-, Handball- oder Basketballklubs aus der Fernsehvermarktung erhalten." In der kommenden Spielzeit soll sich das TV-Honorar voraussichtlich auf 800 000 Euro erhöhen.

Niersbach hob hervor, dass der DFB-Pokal vor allem dank des Endspielortes Berlin zu einem "Markenzeichen" geworden sei. "Das ist fast so wie bei den Wagner-Festspielen. Sagst du Wagner, sagst du Bayreuth. Sagst du Pokal, sagst du Berlin. Berlin als Kulminationspunkt des Pokalwettbewerbs, das hat sich phantastisch entwickelt", äußerte der DFB-Generalsekretär. Derzeit laufen die Verhandlungen mit dem Berliner Senat über eine Vertragsverlängerung bis 2015.

Niersbach: "Wir zahlen dort Miete für die Überlassung des Olympiastadions, erwarten aber in Zukunft auch, dass für die Fans im Umfeld noch etwas gemacht wird. Zum Beispiel mit der Einrichtung eigener Zonen für die Fans beider Mannschaften - unter anderem mit der Möglichkeit zum Public Viewing. Es kommen ja immer mehr Anhänger der beteiligten Klubs nach Berlin, die keine Eintrittskarte für das Spiel haben."

© SID

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