Fußball DFB-Pokal
Babbel und Basler bangen um ihre Jobs

In der dritten Runde des DFB-Pokals müssen Markus Babbel und Mario Basler um ihre Jobs zittern. Dagegen hofft Favoritenschreck Osnabrück auf eine Sensation gegen Dortmund.

Gemeinsam gewannen Markus Babbel und Mario Basler mit Bayern München 1998 den DFB-Pokal, im Achtelfinale des laufenden Wettbewerbs bangen die beiden Ex-Nationalspieler um ihre Trainerjobs. Während die Begegnung des VfB Stuttgart beim Zweitligisten Spvgg Greuther Fürth für Babbel als "Endspiel" tituliert wurde, hofft auch Basler nach zuletzt vier Niederlagen in der Regionalliga mit Eintracht Trier am heutigen Dienstag (beide 19 Uhr) gegen den 1. FC Köln auf den ganz großen Coup und das Ende der Diskussionen um seine Zukunft.

In den beiden übrigen Begegnungen am Dienstag freut sich Drittligist VfL Osnabrück auf die nächste Pokal-Party und ein volles Stadion gegen Borussia Dortmund. In einem Zweitliga-Duell treffen der FC Augsburg und der MSV Duisburg (beide 20.30 Uhr) aufeinander.

Trier und Stuttgart wollen Durststrecken beenden

"Mir ist klar, es müssen schnellstens Resultate her", sagte Babbel vor dem Gastspiel der Schwaben, die zuletzt vier Pflichtspiel-Niederlagen in Folge kassierten, in Fürth. Allerdings spürt der Europameister von 1996 bislang noch "die Rückendeckung des Vereins".

Noch steht auch die Klubführung in Trier hinter Basler, obwohl es im Umfeld der Eintracht kräftig rumort. Krisensitzungen der Mannschaft mit und ohne Trainer sowie Klubführung blieben bisher ohne Wirkung. Seit dem 4:2-Erfolg über Arminia Bielefeld in der letzten Pokalrunde gab es für die Moselstädter nichts mehr zu holen. In der Regionalliga West verloren sie am Wochenende nach einer abermals mäßigen Vorstellung 0:1 gegen die Sportfreunde Lotte. "Ich hoffe, wir fliegen im DFB-Pokal raus, damit nichts übertüncht wird. Das ist eine Tragödie", wetterte Torjäger Sahr Senesie nach nunmehr 305 Minuten ohne Treffer.

Osnabrück hofft auf das nächste Pokal-Wunder gegen den BVB

In Trier hoffen sie in erster Linie auf die sportliche Wende, bei der zweiten noch im Wettbewerb verbliebenen unterklassigen Mannschaft in Osnabrück hingegen auf den nächsten Geldregen. Die Bremer Brücke ist mit 16 400 Zuschauer längst ausverkauft. Der Pokal-Krimi in der zweiten Runde gegen den Hamburger SV (3:3, 4:2 im Elfmeterschießen) hat Appetit auf mehr gemacht. Schon in den ersten beiden Runden floss eine halbe Million Euro in die Klubkasse, gegen den BVB sind es rund 650 000 Euro, und der Einzug ins Viertelfinale (9./10. Februar 2010) würde weitere 1,2 Mill. Euro bringen.

Ein Grund mehr für die Mannschaft von Trainer Karsten Baumann und dessen Assistenten Rolf Meyer, die beide einst für die Borussia spielten, sich mächtig ins Zeug zu legen. "Wir haben den BVB zwei Mal beobachtet - das ist schon eine Hausnummer. Wir wollen das Spiel so lange wie möglich offen halten", sagte Baumann (41 Bundesliga-Spiele zwischen 1998 und 2000), und der ehemalige Dortmunder Reserve-Keeper Meyer (1983 bis 1991) ist überzeugt: "Wir haben eine Chance, die genauso groß ist wie gegen den HSV."

Die Osnabrücker haben gute Erinnerungen an den BVB. Die Borussia war vor 33 Jahren der erste Bundesligist, den der VfL aus dem Pokal-Wettbewerb warf. Der aktuelle Mittelfeldspieler Benjamin Siegert war 2001 mit den viertklassigen Amateuren des VfL Wolfsburg über Dortmund siegreich (1:0) und 2005 ebenfalls in der Auftaktrunde mit dem damaligen Zweitligisten Eintracht Braunschweig (2:1).

Rauball warnt: "Im DFB-Pokal in Osnabrück geht es um viel Geld"

BVB-Trainer Jürgen Klopp zieht alle Register, um seine Profis auf das Spiel einzustimmen. Auch Präsident Reinhard Rauball wies mehrfach auf die Wichtigkeit der beiden Begegnungen in der Woche hin: "Wenn wir am Freitag gegen Hertha gewinnen, können wir uns in der Bundesliga nach oben orientieren, und im DFB-Pokal in Osnabrück geht es um viel Geld."

In Augsburg kämpfen die Zweitligisten FC und Duisburg um den Einzug in die Runde der letzten Acht. Beide Teams, die im Mittelfeld der Tabelle nur ein Zähler trennt, stimmten sich am Wochenende mit Punktspielsiegen auf den Pokal-Fight ein. Für die "Zebras" geht es um auch das Ende einer Auswärtsmisere, denn in den letzten drei Gastspielen hieß es für das Team von Trainer Peter Neururer: Außer Spesen nichts gewesen.

© SID

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