Fußball DFB-Pokal
Bayern gegen Gladbach - der verblasste Klassiker

Ohne den Glanz vergangener Bundesliga-Duelle treffen Bayern München und Borussia Mönchengladbach heute (20.30 Uhr) im DFB-Pokal aufeinander. Der Einsatz von Bayern-Star Franck Ribery ist weiter fraglich.

Der einstige Klassiker ist verblasst. In den 70er Jahren traten beide Klubs auf Augenhöhe gegeneinander an - doch wenn heute (20.30 Uhr/live im ZDF) der deutsche Rekordmeister Bayern München in der zweiten Runde des DFB-Pokals den fünfmaligen Titelträger Borussia Mönchengladbach empfängt, ist es "nur" noch das Duell der Spitzenreiter aus der ersten und zweiten Liga.

Neben dem Vergleich der Altmeister kommt es am Mittwochabend (alle 19.00 Uhr) zu den Bundesliga-Partien zwischen Borussia Dortmund und Eintracht Frankfurt sowie zwischen Werder Bremen und dem MSV Duisburg. Für den kriselnden Titelverteidiger 1. FC Nürnberg ist in Jena ein Sieg ebenso Pflicht wie für Meister Stuttgart gegen Paderborn. Der Hamburger SV plant indes eine Fortsetzung seiner momentanen Erfolgsgeschichte gegen Zweitligist SC Freiburg.

Für den FC Bayern zählt auf dem Weg zum angestrebten Triple gegen Gladbach nur ein Sieg. Während die Münchner nach den jüngsten Belastungen in Liga und Uefa-Cup derzeit jedoch etwas angeschlagen wirken, kommt der Zweitliga-Spitzenreiter mit breiter Brust in die Münchner Arena.

Bayern vermutlich ohne Ribery

"Natürlich ist es nur eine kleine Chance. Aber wir werden alles dafür tun, dass uns eine Überraschung gelingt", sagte Trainer Jos Luhukay und verwies auf die erste Pokalrunde, als die Münchner bei Regionalligist Burghausen erst im Elfmeterschießen erfolgreich waren: "Das Spiel hat gezeigt, dass man auch gegen diese Namen immer eine Möglichkeit hat."

Gladbachs Sportdirektor Christian Ziege, langjähriger Profi der Bayern, glaubt unterdessen an eine Überraschung gegen die in dieser Saison noch ungeschlagenen Münchner: "Wir müssen uns nicht verstecken. Wir gehen mit viel Selbstbewusstsein in dieses Spiel und hoffen, dass wir die Münchner ein bisschen ärgern können. Wir sind ganz sicher nicht chancenlos."

Bei den Bayern drehte sich vor der Partie indes fast alles um den Fitnesszustand von Franck Ribery, denn ohne den Franzosen hatten die Münchner im spielerischen Bereich zuletzt einige Probleme. Allerdings wird der 24 Jahre alte Mittelfeldspieler wohl auch gegen die Borussia ausfallen. "Er spielt eher nicht", bestätigte Trainer Ottmar Hitzfeld. Ribery plagen muskuläre Probleme in der Kniekehle.

Rückendeckung für Veh

In Stuttgart stärkte die Vereinsführung Trainer Armin Veh auch in der Krise demonstrativ den Rücken. Eine Heimpleite gegen das noch sieglose Zweitliga-Schlusslicht SC Paderborn würde jedoch umgehend wieder die Alarmglocken schrillen lassen. "Wir müssen den Schwung und die positive Stimmung jetzt mitnehmen", forderte Veh deshalb nach dem jüngsten 1:0 in der Liga gegen Leverkusen.

Beim Bundesliga-Duell zwischen Werder und Duisburg steht die Rückkehr von Ailton im Mittelpunkt. "Ich freue mich darauf. Das ist, wie wenn ich nach Hause komme", sagte der frühere Bremer Torjäger, der jetzt in Diensten des MSV steht. Der Brasilianer hat sein bisher einziges Bundesligator für Duisburg ausgerechnet gegen Bremen erzielt.

Hamburg hofft auf van der Vaart

Ein Wiedersehen mit seinem Ex-Klub feiert auch Nürnbergs Coach Hans Meyer im Spiel beim FC Carl Zeiss Jena. Meyer hatte Jena 1981 ins Europapokalfinale der Pokalsieger geführt. Für den 64-Jährigen ist das aber nur ein Randaspekt. "10 oder 15 Leute" würden sich sehr freuen, "und zwar die über 60, die sich noch an mich erinnern". Für den Club gilt es vielmehr, sich nach den Problemen in der Bundesliga wenigstens im Pokal schadlos zu halten.

Dies ist auch das Ziel des zuletzt sehr erfolgreichen HSV beim Zweitliga-Zweiten Freiburg. "Es ist eine Herausforderung, nach einigen Siegen in Folge auch dieses Spiel zu gewinnen", sagte HSV-Sportdirektor Dietmar Beiersdorfer. Die Hambuger hoffen dabei auf die Rückkehr ihres zuletzt angeschlagenen Kapitäns Rafael van der Vaart.

Darüber hinaus will Regionalligist Rot-Weiss Essen dem Zweitligisten 1. FC Kaiserslautern ein Bein stellen. Auch Zweitligist TuS Koblenz hofft gegen Bundesligist Arminia Bielefeld auf eine Überraschung. Dabei feiert TuS-Coach Uwe Rapolder ein Wiedersehen mit seiner ehemaligen Mannschaft aus Bielefeld.

© SID

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