Fußball DFB-Pokal
Bayern will HSV im DFB-Pokal Grenzen aufzeigen

Im Spitzenspiel des DFB-Pokal-Achtelfinales will Bayern München heute gegen den Hamburger SV Revanche für die Pleite in der Bundesliga nehmen. Der HSV fügte dem Spitzenreiter die bisher einzige Saisonniederlage zu.

Das heutige Achtelfinale im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV (20.30 Uhr/live in der ARD) soll Bayern München nicht nur ins Viertelfinale, sondern zudem einen psychologischen Vorteil im Meisterschaftskampf bringen. "Der HSV ist sehr schnell nach oben gekommen. Wir wollen den Hamburgern kurz vor Weihnachten schon einen draufgeben, da können sie in der Winterpause drüber nachdenken", sagte Bayern-Manager Uli Hoeneß vor dem Pokalhit zwischen dem Bundesliga-Spitzenreiter und dem Zweiten in München.

Fünf Spiele stehen heute Abend im Achtelfinale des DFB-Pokals auf dem Programm. Die Partie zwischen den Bayern und dem HSV, dessen Führung am Dienstag den Vertrag mit Trainer Thomas Doll erwartungsgemäß um zwei Jahre bis 2008 verlängerte, überstrahlt vier Tage vor Weihnachten jedoch alles. Nicht nur, dass sich der HSV in den vergangenen Wochen zum Bayern-Jäger Nummer eins entwickelt hat - die Hamburger waren es auch, die den Münchnern in der Bundesliga-Vorrunde die einzige Niederlage (0:2) beigebracht hatten..

Die Pleite, vor allem aber die anschließenden Freudentänzchen der HSV-Profis wurmen Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge noch heute: "Ich kann mich noch gut an die Tänze der HSV-Spieler erinnern, da haben sie uns ein wenig gereizt. Unsere Spieler wollen ihre Antwort geben." Trainer Felix Magath ergänzte: "Man hat selten das Glück, dass man sich so schnell revanchieren kann."

HSV nimmt Hoeneß-Sticheleien als Kompliment

Auch Hoeneß stichelt seit geraumer Zeit gegen die Mannschaft von Thomas Doll und nennt immer Werder Bremen als ärgsten Rivalen im Kampf um die Meisterschaft. Doch HSV-Chef Bernd Hoffmann sieht dies eher als Kompliment: "Wenn ich sehe, dass Uli Hoeneß beginnt, uns klein zu reden, ist dies das erste Anzeichen, dass es ein bisschen kritisch wird."

Bayern Münchens Kapitän Oliver Kahn äußert auf jeden Fall großen Respekt vor den Norddeutschen: "Wenn wir nicht so eine überragende Vorrunde gespielt hätten, wäre der HSV ein würdiger Tabellenführer." Deshalb stellt sich der Nationalkeeper am Mittwoch in der erneut ausverkauften Allianz-Arena, in der die Bayern in den bisherigen elf Pflichtspielen nach wie vor eine weiße Weste haben, auf eine "heiße Kiste" ein: "Wir brauchen gegen diese starke Abwehr viel Geduld."

Allerdings ist die Zielsetzung der Münchner, die wieder auf den in der Bundesliga Gelb-gesperrten Michael Ballack zurückgreifen können, dafür aber auf Willy Sagnol (Leistenprobleme) verzichten müssen, laut Kahn ganz klar: "Wir wollen das Jahr absolut positiv abschließen. Dazu bedarf es eines Weiterkommens gegen den HSV." Sollte dies dem Titelverteidiger gelingen, "dann haben wir ein Super-Jahr gehabt, dann war alles perfekt", erklärte Rummenigge.

Hamburg von Verletzungspech gebeutelt

Die Hamburger wollen den Bayern den perfekten Jahresabschluss jedoch verderben und kommen trotz einiger Ausfälle (u. a. van der Vaart, Wächter, Mpenza, Takahara) mit breiter Brust nach München. "Unsere Wintervorbereitung ist ganz auf den 24. Januar ausgerichtet", sagte HSV-Coach Doll. Soll heißen: Das Viertelfinale an diesem Tag ist fest eingeplant.

Auch wenn für die Hanseaten bereits das 34. Pflichtspiel in dieser Saison ansteht, sieht Kapitän Daniel van Buyten "unseren Akku noch voll genug. Ich kann zwar keinen Sieg garantieren, kann aber empfehlen, auf uns zu wetten." Die Statistik der Hamburger in München spricht jedoch eindeutig dagegen, auf den HSV zu setzen. Seit 1983 gab es keinen Sieg mehr.

Doch selbst diese Tatsache ignoriert Doll: "Gott sei Dank spielen die Bayern nicht mehr im Olympiastadion. Da hätten wir gar nicht hinfahren brauchen." So aber könne sein Team "das Sahnehäubchen" auf eine überzeugende Vorrunde draufsetzen und den Fans laut Mehdi Mahdavikia "im Spiel des Jahres ein großes Geschenk vor Weihnachten machen".

Bremen trifft im Nordderby auf Hannover

Im Schatten des großen Pokal-Hits verblassen die beiden weiteren Bundesliga-Duelle Eintracht Frankfurt gegen den 1. FC Nürnberg sowie das Nordderby zwischen Hannover 96 und Werder Bremen (beide 19.00 Uhr). Für eine Sensation will Regionalligist FC St. Pauli gegen Erstligist Hertha BSC Berlin sorgen. Zudem kommt es zum Zweitliga-Duell zwischen Hansa Rostock und Kickers Offenbach.

© SID

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