Fußball DFB-Pokal: Bewährungsprobe für Bayern und Bremen im DFB-Pokal

Fußball DFB-Pokal
Bewährungsprobe für Bayern und Bremen im DFB-Pokal

Zum Auftakt des Achtelfinales im DFB-Pokal kommt es heute zum Spitzenspiel zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen. Bayern München steht beim Wuppertaler SV in der Pflicht.

In den ersten Pflichtspielen des Jahres müssen sich heute die Spitzenteams der Bundesliga im Achtelfinale des DFB-Pokals behaupten. Während es im Topduell zum Aufeinandertreffen zwischen Borussia Dortmund und Werder Bremen kommt (20.30 Uhr/live in der ARD), steht Bayern München beim Regionalligisten Wuppertaler SV Borussia (19.00 Uhr) in der Pflicht.

Fast schon demonstrativ tragen die beiden Favoriten nach zuletzt durchwachsenen Testspielen Optimismus zur Schau. "Ich hoffe, dass wir in Dortmund den Schalter umlegen können", sagte Werders Sportdirektor Klaus Allofs, während Trainer Thomas Schaaf nach dem 2:2 bei Hajduk Split am vergangenen Wochenende prophezeite: "Wir können und wir werden in Dortmund besser spielen, sonst wird es schwer."

Bremen kann auf Regisseur Diego zurückgreifen

Die letzten Erinnerungen an die westfälische WM-Arena sind nicht die besten. Denn in der Bundesliga-Hinrunde ging der fünfmalige Pokalsieger von der Weser am 14. September 2007 mit 0:3 buchstäblich unter. Deshalb braucht Schaaf seine Profis nicht besonders zu motivieren. "Wir haben mit dem BVB noch eine Rechnung offen", unterstrich Allofs. Dabei setzen die Bremer auf Regisseur Diego, der seine Schambein-Entzündung auskuriert hat und von Beginn an auflaufen wird.

Die Werderaner wissen, was sie in Dortmund erwartet. Auch die BVB-Profis haben nach einer enttäuschenden Hinrunde bei den Fans noch etwas gutzumachen. Zudem winken der erste Viertelfinal-Einzug seit 1996, weitere Einnahmen und mit dem eventuellen Sprung ins Endspiel am 19. April in Berlin die Uefa-Cup-Teilnahme. "Es bietet sich eine große Chance, sich auf kürzestem Weg für das internationale Geschäft zu qualifizieren", sagte Nationalspieler Sebastian Kehl.

Mut macht dem BVB die gute Vorbereitung sowie die Pokal-Bilanz gegen Werder. Dreimal setzten sich die Schwarz-Gelben in bisher vier Duellen durch. Etwa 70 000 Zuschauer wollen die Gastgeber erneut siegen sehen - möglichst durch Tore von Mladen Petric, dessen Einsatz jedoch nach Hüftbeschwerden nicht sicher ist. Fest steht hingegen, dass Torjäger Alexander Frei erstmals seit acht Monaten und zwei Operationen wieder zum Kader gehören und auf der Bank sitzen wird.

Hitzfeld: "Ich bin davon überzeugt, dass wir weiterkommen"

Trotz des Ausfalls der Nationalspieler Marcell Jansen (Reha) und Lukas Podolski (Bandscheibenvorfall) sowie der Ungewissheit um die angeschlagenen Bastian Schweinsteiger und Andreas Ottl gab sich Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld siegessicher: "Das erste Spiel ist immer wichtig, damit man in Tritt kommt und seinen Rhythmus findet. Ich bin davon überzeugt, dass wir weiterkommen."

Akribisch bereiten sich derweil die Underdogs vom Tabellenführer der Regionalliga Nord auf ihr "Jahrhundertspiel" im Ausweichquartier vor. Da das altehrwürdige Wuppertaler Zoo-Stadion wegen eines derzeit laufenden Umbaus nur über eine Kapazität von 14 000 Plätzen verfügt, ziehen die Bergischen nach Gelsenkirchen um. Mehr als 50 000 Karten wurden allein in Wuppertal abgesetzt.

1 860 muss sich in der "Höhle des Löwen" auf dem Aachener Tivoli behaupten

"Wir müssen es realistisch sehen und anerkennen, dass wir gegen die Bayern im Normalfall nicht gewinnen", meinte Wuppertalstrainer Walgang Jerat. Wie auch immer das berühmte Duell David gegen Goliath ausgehen wird: Nach dem Abpfiff wird in jedem Fall gefeiert. Denn aus den Zuschauereinnahmen werden wohl rund 600 000 Euro in die Vereinskasse fließen, hinzu kommen 225 000 Euro TV-Honorar. Viel Geld für einen Regionalligisten, der den Aufstieg in die zweite Liga fest im Visier hat.

Auf den großen Coup hoffen auch Alemannia Aachen im ersten Pfichtspiel unter dem neuen Trainer Jürgen Seeberger im Zweitliga-Duell mit 1 860 München und Liga-Konkurrent 1 899 Hoffenheim gegen den Bundesligisten Hansa Rostock (beide 19.00 Uhr). Der schwerste Gang dürfte jedoch den "Löwen" bevorstehen, denn der Tivoli in Aachen entpuppte sich bei Pokal-Wettbewerben in den vergangenen Jahren als uneinnehmbare Festung. In der letzten Runde warf die Alemannia immerhin den VfL Bochum aus dem Rennen.

© SID

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