Fußball DFB-Pokal
Bochum siegt erst nach Elfmeterschießen in Münster

Viertligist Preußen Münster wird für seinen aufopferungsvollen Kampf nicht mit dem Erreichen der zweiten Pokalrunde belohnt und verliert nach Elfer-Krimi 5:6 gegen den VfL Bochum.

Torhüter Daniel Fernandes hat Bundesligist VfL Bochum vor einer erneuten Blamage im DFB-Pokal bewahrt. Der portugiesische Neuzugang wurde nach 120 torlosen Minuten beim Regionalliga-Aufsteiger Preußen Münster im Elfmeterschießen (6:5) mit zwei gehaltenen Schüssen zum entscheidenden Mann für die Mannschaft von Trainer Marcel Koller. Den letzten Elfmeter für den VfL verwandelte Anthar Yahia.

Bis zum Bundesliga-Start am kommenden Wochenende beim Karlsruher SC bleibt den enttäuschenden Bochumern, die in der Vorbereitung in sieben Spielen sieglos blieben und seit dem Pokalfinale 1988 bis auf wenige Ausnahmen in den ersten beiden Runden ausschieden, aber noch viel Arbeit. Das Bundesliga-Gründungsmitglied Preußen Münster, das 1964 als Vorletzter abstieg und nie mehr ins Oberhaus zurückkehrte, kann mit großem Optimismus in das erste Spiel der Regionalliga West am 16. August bei Schalke 04 II gehen.

15 050 Zuschauer füllten beim Münsteraner "Spiel des Jahres" das altehrwürdige Preußen-Stadion bis auf den letzten Platz. Eine derartig große Kulisse gab es zuletzt 1990, als 28 000 Fans das Zweitliga-Duell zwischen Münster und Schalke (3:1) verfolgten. Entsprechend leidenschaftlich gingen die Außenseiter, die als Meister der Oberliga Westfalen in die Regionalliga West aufstiegen, in das Spiel. Mit viel Einsatz und Fleiß boten sie dem VfL über weite Strecken der ersten Halbzeit Paroli.

Bochum wirkte zunächst erwartungsgemäß abgeklärter, war aber auch ideenlos. Die besten Chancen resultierten aus Standardsituationen. Eine Volleyabnahme von Stanislav Sestak nach Freistoß von Mimoun Azaouagh parierte Münsters überragender Keeper David Buchholz glänzend (18.), kurz vor dem Wechsel half Buchholz bei einem Kopfball von Yahia der Pfosten (43.). Doch auch Preußen hätte durchaus in Führung gehen können, Mittelfeldspieler Mehmet Kara scheiterte zunächst an Bochums Torhüter Daniel Fernandes (27.), wenig später traf Julian Loose nur das Außennetz (30.).

Bochums Trainer Marcel Koller musste auf Christoph Dabrowski und Joel Epalle verzichten, die aus dem vergangenen Wettbewerb noch Gelb-Rot-Sperren absaßen. Rückkehrer Paul Freier hatte noch Trainings-Rückstand, Ersatzkeeper Rene Renno verletzte sich im Abschlusstraining. Rückkehrer Vahid Hashemian saß zunächst auf der Bank.

Im zweiten Durchgang wurden die favorisierten Gäste zwingender, zweimal Azaouagh (51. und 65.) und der Japaner Shinji Ono sorgten für Gefahr. Doch die Gastgeber versuchten mit allen Kräften, dagegenzuhalten. Chancen blieben zunächst allerdings Mangelware. Koller brachte dann Hashemian ins Spiel, der in der Saison 2003/2 004 16 Tore erzielte und damit maßgeblichen Anteil am Erreichen des Uefa-Cups hatte. Der Iraner hatte in seiner ersten Szene das 1:0 auf dem Fuß (76.), scheiterte aber an Buchholz.

© SID

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