Fußball DFB-Pokal
Daum will im Pokal "Taten sehen"

Trainer Christoph Daum vom 1. FC Köln will sich das Weihnachtsfest von seinen Kickern nicht vermiesen lassen. Im DFB-Pokal heute bei Bundesligist Eintracht Frankfurt soll der Aufwärtstrend eingeleitet werden.

Hochspannung versprechen die Viertelfinals im DFB-Pokal am heutigen Dienstag (alle 19.30 Uhr): Hertha BSC Berlin träumt von einem Finale im heimischen Olympiastadion, Christoph Daum hofft auf den Befreiungsschlag seines 1. FC Köln. Die zweitklassigen Kölner sind bei Vorjahresfinalist Eintracht Frankfurt zu Gast, während Hertha bei Regionalligist VfL Osnabrück antreten muss. Im Erstligaduell messen sich der VfL Bochum und VfB Stuttgart, der 1. FC Nürnberg empfängt Zweitligist Spvgg Unterhaching.

Für die Hertha soll die Zuschauerrolle bei den seit 1985 im Olympiastadion ausgetragenen Endspielen endlich ein Ende haben, Zuspruch bekommen die Hauptstädter vor ihrem Achtelfinale beim Regionalliga-Herbstmeister VfL Osnabrück von einem ehemaligen Pokalhelden. "Wenn die Jungs das Spiel in Osnabrück überstehen, haben sie beste Chancen, bis ins Finale durchzumarschieren", glaubt Ex-Nationalspieler Erich Beer, der bei der letzten Pokalendspiel-Teilnahme der "alten Dame" 1979 beim 0:1 n.V. in Hannover gegen Fortuna Düsseldorf mit dabei war.

Wollitz über DFB-Terminplanung verschnupft

Manager Dieter Hoeneß, der in seiner Ära in Berlin weiter auf den ersten Titel wartet, fordert einen "gelungenen Jahresabschluss". Blamagen wie in den Vorjahren gegen Kiel, Braunschweig oder St. Pauli sollen der Vergangenheit angehören.

Doch der VfL Osnabrück brennt nach dem 2:1 gegen Borussia Mönchengladbach auf eine weitere Pokal-Sensation vor 18 415 Zuschauern im Stadion an der Bremer Brücke. Allerdings hat Trainer Claus-Dieter "Pele" Wollitz Sorgen. Gladbach-Matchwinner Addy-Waku Menga ist verletzt, zudem hat der VfL wegen der früheren Winterpause in der Regionalliga seit 18 Tagen kein Pflichtspiel mehr bestritten. "Beim DFB hat man bei der Planung wohl damit gerechnet, dass nur noch Profiklubs im Achtelfinale stehen", meinte Wollitz.

Daum hofft auf der Pokalbühne auf den ersten Sieg nach seiner Rückkehr auf die Trainerbank beim 1. FC Köln. Nach zwei Pleiten und einem Remis gibt sich der 53-Jährige ungewohnt wortkarg. "Es ist genug geredet worden, ich will Taten sehen", sagte Daum und hofft, dass der Knoten ohne den Druck in Liga zwei in Frankfurt platzt.

Doch die Eintracht ist heiß auf einen weiteren Pokalcoup. "Ich muss mit Sicherheit niemanden motivieren. Die Erinnerung an das Finale und die anschließenden Auftritte im Uefa-Cup sind ja noch ganz frisch", erklärte Trainer Friedhelm Funkel vor der Begegnung mit seinem Ex-Klub, bei dem er vorzeitig entlassen worden war.

Meyer betont Chance auf Europa

Revanche nehmen möchte der VfL Bochum gegen Stuttgart für die 0:1-Niederlage vor zehn Tagen bei den Schwaben in der Liga. "Wir haben noch eine Rechnung offen", verkündete Mittelfeldspieler Tomasz Zdebel. Die Hoffnungen ruhen vor allem auf Torjäger Theofanis Gekas, der in 17 Pflichtspielen für den VfL bereits neunmal traf.

Doch auf der Gegenseite will Nationaltorhüter Timo Hildebrand zum fünften Mal in Folge ohne Gegentor bleiben - ehe der 27-Jährige nach dem Spiel verkündet, ob er dem VfB nach Saisonende treu bleibt. Trainer Armin Veh fordert von seinem Team einen "letzten Kraftakt". Stürmer Marco Streller, der im Punktspiel gegen Bochum das Siegtor erzielte, wird wohl verletzt fehlen.

Beim 1. FC Nürnberg schielt Trainer Hans Meyer vor der Partie gegen Unterhaching schon nach Europa. "Nirgends ist die Chance so groß, sich für einen europäischen Wettbewerb zu qualifizieren, wie im Pokal", erklärte Meyer. Wie schon nach seiner Einwechslung zuletzt beim 3:1 gegen Hannover 96 wird Daniel Klewer den verletzten Stammtorhüter Raphael Schäfer vertreten.

© SID

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