Fußball DFB-Pokal
David gegen Goliath in Hamburg

Der Hamburger SV ist vor heimischem Publikum im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen Zweitliga-Schlusslicht SV Wehen Wiesbaden klarer Favorit.

Alles andere als ein Sieg heute Abend (ab 19 Uhr/live bei Premiere) gegen den SV Wehen Wiesbaden und der damit verbundene Einzug in das Halbfinale des DFB-Pokals wäre eine herbe Enttäuschung für den Hamburger SV. Die Mannschaft von Trainer Martin Jol steht in der Bundesliga hinter Hertha BSC Berlin auf dem zweiten Tabellenplatz, musste allerdings am vergangenen Samstag eine 1:3-Heimschlappe gegen den VfL Wolfsburg hinnehmen.

Trotzdem sollten die "Rothosen" genügend Selbstbewusstsein haben, um gegen das Schlusslicht der 2. Bundesliga eine couragierte Leistung zu zeigen. Schließlich stehen die Hamburger nicht nur im Viertelfinale des Pokals und sind in der Meisterschaft voll im Rennen, sondern haben auch noch im Uefa-Pokal die Möglichkeit, den ersten Titel seit 22 Jahren zu gewinnen. Der Triumph im DFB-Pokal 1987 ist, abgesehen vom Ligapokal-Sieg 2003, der bislang letzte große Erfolg der Hansestädter. 1997 stand man zum letzten Mal unter den Besten vier im Vereinspokal.

HSV-Trainer Jol: "Das Ziel ist klar"

Die bisherigen Spiele im DFB-Pokal gegen den FC Ingolstadt, den VfL Bochum und 1 860 München stellte die HSV-Profis nicht vor größere Probleme. Eine enge Partie gegen den Zweitliga-Abstiegskandidaten wäre unter diesen Vorzeichen eine echte Überraschung. "Unser Ziel für das kommende Spiel ist klar", lässt Trainer Jol keine Zweifel an der Favoritenrolle seiner Mannschaft. Allerdings muss der Gastgeber ohne Guy Demel, Michael Gravgaard und Alex Silva auskommen. Der Einsatz von Kapitän David Jarolim scheint nach einer Verletzung aus dem Wolfsburg-Spiel fraglich. "Egal wer spielt, wir wollen eine Runde weiterkommen", will der Tscheche dennoch keine Ausreden geltend machen.

Ein Weiterkommen ist jedoch keine Selbstverständlichkeit. Zwar verloren die Hessen die letzten sieben Spiele im Unterhaus, warfen aber im Achtelfinale den Bundesligisten Karlsruher SC aus dem Rennen, und zogen erstmals in der Vereinsgeschichte in das Viertelfinale ein. Mit nur 17 Punkten aus 22 Liga-Spielen deutet derzeit trotzdem alles auf einen Abstieg in die 3. Liga hin. Ein Sieg könnte den Spielern von Trainer Wolfgang Frank aber den nötigen Rückenwind verleihen, um im Schlussspurt doch noch den Klassenerhalt zu sichern. "Mit uns rechnet keiner. Wir haben keinen Druck, das ist unsere Chance", meinte Frank vor der zweifellos schweren Aufgabe. Hinter dem Einsatz des georgischen Mittelfeldspielers Lewan Tskitishwili steht wegen einer Bänderdehnung im Fußgelenk noch ein Fragezeichen.

© SID

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