Fußball DFB-Pokal
DFB lässt Dynamo Dresden im Pokal antreten

Regionalligist Dynamo Dresden darf trotz der jüngsten Ausschreitungen seiner Anhänger am DFB-Vereinspokal der kommenden Spielzeit teilnehmen. Das ist das Ergebnis einer Sitzung des Deutschen Fußball-Bundes (DFB).

Dynamo Dresden darf in der kommenden Saison am DFB-Vereinspokal teilnehmen. Die Anhänger des Regionalligisten waren zuletzt wegen Ausschreitungen auffällig geworden, doch der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entschied am Mittwoch nach der Aufarbeitung der Geschehnisse vom 10. Juni 2007, dass der Traditionsklub trotzdem starten darf.

Vor anderthalb Wochen war es während des Endspiels um den sächsischen Landespokal zwischen Erzgebirge Aue II und Dresden (0:2) zum wiederholten Mal zu Ausschreitungen durch Dynamo-Rowdies gekommen. Bei den Auseinandersetzungen mit der Polizei gab es mehrere Verletzte, im Stadion entstand zudem ein nicht unerheblicher Sachschaden.

Telefonat ausschlaggebend

Ausschlaggebend für die Entscheidung war nach Angaben des Verbandes ein Telefongespräch von DFB-Präsident Theo Zwanziger mit Dynamo-Präsident Hauke Hensel und dem künftigen Dresdener Sportdirektor Ralf Minge am Mittwochvormittag.

"Es waren sehr gute Gespräche, in denen ich den Eindruck gewonnen habe, dass im Verein ein Umdenken stattfindet", meinte Zwanziger und verwies auf die "klare Positionierung" der Dynamo-Verantwortlichen: "Sie haben mir ausdrücklich zugesichert, dass die Gegner von Dynamo keinesfalls die Polizei oder der DFB sind, sondern diejenigen Zuschauer, die ins Stadion kommen, um Gewalt auszuüben und somit den sportlichen Erfolg des Vereins gefährden."

Mit der Hoffnung auf Besserung ließ der DFB bei seinem Urteil Milde walten und setzt auf den Lerneffekt. Zwanziger: "Wir hoffen, dass Dynamo in den kommenden Wochen eine positive Entwicklung nehmen wird. Als Unterstützung dieses Kurses haben wir deshalb entschieden, dass Dresden als sportlich ohnehin qualifiziertes Team am kommenden DFB-Pokal teilnehmen darf." Unabhängig davon werden die Vorfälle beim Landespokal-Finale von den Gremien des sächsischen Fußball-Verbandes sportjuristisch geprüft.

© SID

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