Fußball DFB-Pokal
Die Trainerstimmen zum DFB-Pokal

Während für Trainer Bert Ehm von Victoria Hamburg "am Ende leider nicht viel zum Debakel fehlte" fand Hans Meyer vom siegreichen Kontrahenten aus Nürnberg lobende Worte für den Außenseiter. Die Stimmen zum DFB-Pokal.

Insgesamt 18 Spiele der ersten Hauptrunde des DFB-Pokals sind am Sonntag über die Bühne gegangen. Der Sport-Informations-Dienst (sid) hat die Stimmen der Trainer zusammengstellt.

Dynamo Dresden - VfL Bochum 0:1 (0:0)

Norbert Meier (Dynamo Dresden): "Wir haben alles versucht und gegen einen cleveren Gegner angekämpft. Ich muss meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen. Sie hat sich taktisch sehr gut an die Marschroute gehalten und alles getan, um Bochum zu einer Niederlage zu zwingen. Für uns heißt es jetzt, die volle Konzentration auf die Regionalliga zu richten."

Marcel Koller (VfL Bochum): "Aufgrund der hohen Temperaturen haben wir ein sehr intensives Spiel gesehen, bei dem beide Mannschaften unglaublich gefightet haben. Dynamo hat mit viel Leidenschaft agiert, und wir hatten in der ersten Hälfte im Spiel nach vorn zu viele Ballverluste. Für meine Mannschaft war es wichtig, Geduld zu bewahren, was sich am Ende dann auch ausgezahlt hat."

Würzburger FV - VfL Wolfsburg 0:4 (0:1)

Michael Hochrein (Würzburger FV): "Wir hatten die Sensation im Hinterkopf. Leider ist es uns nicht gelungen, möglichst lange die Null zu halten. Trotzdem Kompliment an die Mannschaft."

Felix Magath (VfL Wolfsburg): "Das war ein typisches Pokalspiel, in dem ein unterklassiger Verein engagiert und motiviert aufgetreten ist. Wir haben zu Beginn gezeigt, dass wir uns die Butter nicht vom Brot nehmen lassen wollen. Danach haben wir allerdings nicht konsequent genug auf das zweite Tor gespielt. Nach dem 2:0 war die Partie entschieden."

SV Seligenporten - Arminia Bielefeld 0:2 (0:1)

Uwe Neunsinger (SV Seligenporten): "Der Sieg von Bielefeld war verdient. Wir standen zwar defensiv so, wie wir uns das vorgestellt haben, aber nach vorne hätte ich mir gewünscht, dass wir etwas mutiger zu Werke gehen. So konnten wir die Arminia kaum fordern. Insgesamt hat sich unser kleiner Verein aber toll präsentiert."

Ernst Middendorp (Arminia Bielefeld): "In so einem Spiel geht es nur darum, die nächste Runde zu erreichen. Diese Mindestforderung haben wir erledigt, auch wenn es kein schönes Spiel war. Wir haben uns gegen die gut geordnete Abwehr von Seligenporten schwergetan und sind deshalb nicht so zum Abschluss gekommen, wie ich mir das vorgestellt habe."

Eintracht Trier - FC Schalke 04 0:9 (0:3)

Werner Weiß (Eintracht Trier): "Heute bleibt mir nicht viel zu sagen. Schalke war für uns eine Nummer zu groß. Die haben gezeigt, dass sie nicht zu unrecht Vizemeister geworden sind und auch in der Champions League spielen. Für uns geht es darum, eine gute Saison in der Oberliga zu spielen."

Mirko Slomka (FC Schalke 04): "Der Spielverlauf mit dem frühen Tor kam uns heute zugute. Meine Mannschaft hat gezeigt, dass wir gut aufgestellt sind. Ich verfüge über viele Spieler, denen ich vertrauen kann. Unser Spiel ist flexibel. Jetzt kann die Bundesliga losgehen."

TSG Neustrelitz - Karlsruher SC 0:2 (0:0) n.V.

Lothar Hamann (TSG Neustrelitz): "Ich habe meinen Jungs vor dem Spiel gesagt: 'Seid mutig und frech'. Das haben sie wunderbar umgesetzt, deswegen bin ich letztlich mit dem Ergebnis ein wenig unzufrieden. Mit mehr Cleverness vor dem Tor der Karlsruher hätten wir die große Sensation schaffen können."

Edmund Becker (Karlsruher SC): "Die Art und Weise des Sieges war enttäuschend. Wir waren nicht in der Lage, mit unserem besser besetzten Kader Neustrelitz auszuspielen. Dadurch waren wir sehr verkrampft und haben den Gegner immer mehr aufgebaut. Ich habe ehrlich gesagt nicht mit so viel Gegenwehr gerechnet. Meine Spieler dürfen sich jetzt nicht mehr im Erfolg der letzten Saison sonnen, sondern müssen noch härter an sich arbeiten."

SV Babelsberg 03 - MSV Duisburg 0:4 (0:0)

Rastislav Hodul (SV Babelsberg): "Ich kann nicht so zufrieden sein. Wir haben uns was anderes vorgenommen. Es war sehr schade, dass wir den Elfmeter vergeben haben. Nach dem 2:0 war das Spiel entschieden. Ich denke schon, das 4:0 ist insgesamt ein bisschen zu hoch. Positiv war, dass wir bis zur 70. Minute ordentlich mitgehalten haben."

Rudi Bommer (MSV Duisburg): "Wir haben sehr gut angefangen, aber nach 20 Minuten hat es mir nicht so gut gefallen. Das haben wir in der Halbzeit korrigiert. Wir hatten die Option auf 4-4-2 umzustellen und das hat uns Recht gegeben. Nach dem schönen Tor von Ishiaku musste Babelsberg aufmachen."

SC Victoria Hamburg - 1. FC Nürnberg 0:6 (0:3)

Bert Ehm (Victoria Hamburg): "Wir haben guten Fußball gespielt. Am Ende fehlte aber leider nicht viel zum Debakel. Einige unsere Spieler haben zum Schluss die Beine nicht mehr hochbekommen. Da hat Nürnberg mit uns Jojo gespielt. Zum Glück war unser Torwart herausragend."

Hans Meyer (1.FC Nürnberg): "Ich habe selten erlebt, dass es eine Mannschaft wie Verbandsligist Victoria versucht, in so einem Spiel mit spielerischen Mitteln zu bestehen. Das war eine tolle Sache, der Gegner hat richtig gut mitgespielt. Nachdem wir in der ersten Halbzeit eine ganze Reihe von Torchancen nicht genutzt haben, hätte Victoria sogar den Ausgleich erzielen können. Dann hätten wir ein Spiel gehabt, das man als Trainer hasst."

Holstein Kiel - Hamburger SV 0:5 (0:1)

Peter Vollmann (Holstein Kiel): "Das Spiel wurde vom HSV absolut verdient gewonnen. Die größere Qualität hat sich klar durchgesetzt. Ich ärgere mich nur über die beiden Gegentore in Überzahl in den letzten fünf Minuten. Ein 0:3 hätte uns besser getan. 85 Minuten war ich mit meiner Mannschaft sehr zufrieden.

Huub Stevens (Hamburger SV): "5:0 ist ein gutes Ergebnis für uns. Aber nocht wichtiger ist, dass wir weitergekommen sind. In der ersten Halbzeit hatten wir durch Leichtsinn Momente, in denen wir Kiel aufgebaut haben. Es war kein Alleingang für uns heute, sondern ein Stück harte Arbeit. Kiel musste so viel laufen, dass es sie viel Kraft gekostet hat. Das konnten wir am Ende zu den weiteren Toren nutzen."

1. FC Union Berlin - Eintracht Frankfurt 1:4 (1:2)

Uwe Neuhaus (1. FC Union Berlin): "Das Ergebnis ist eine Katastrophe für uns. So eine hohe Niederlage haben wir nicht verdient. Andererseits haben wir die Frankfurter aber auch zum Toreschießen eingeladen. Wir haben heute gezeigt, dass wir eine gute Mannschaft haben und konnten Frankfurt über 90 Minuten fordern. Ich bin überzeugt, dass wir gestärkt aus dieser Partie hervorgehen."

Friedhelm Funkel (Eintracht Frankfurt): "Wir sind froh, dass wir diese Hürde genommen haben. Das Ergebnis ist ein, zwei Tore zu hoch ausgefallen. Ich habe mich nie beklagt, dass wir so viele Verletzte haben, weil ich wusste, dass es der Kader richten wird. Alexander Meier hat auch schon in der vergangenen Saison bewiesen, dass er sehr torgefährlich ist. Er ist und bleibt ein wichtiger Spieler für die Eintracht."

© SID

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