Fußball DFB-Pokal
Duisburg mit Last-Minute-Sieg ins Achtelfinale

Zweitligist MSV Duisburg hat sich in der 2. Hauptrunde des DFB-Pokals bei Borussia Mönchengladbach durchgesetzt. Kristoffer Andersen erzielte das Siegtor in der Nachspielzeit.

Neue Saison, altes Leid - Borussia Mönchengladbach hat sich im DFB-Pokal erneut blamiert und ist zum fünften Mal in Serie in der zweiten Runde gescheitert. Drei Tage nach dem Schock gegen 1 899 Hoffenheim verlor der dreimalige Pokalsieger das Derby gegen den Zweitligisten MSV Duisburg mit 0:1 (0:0) und zeigte eine desolate Leistung. Duisburg erreichte dagegen erstmals seit 2001 wieder das Achtelfinale.

Kristoffer Andersen verdarb den Gastgebern die Pokalpremiere im Borussia-Park. Der Belgier traf in der Nachspielzeit (90.) von der Strafraumgrenze in den Winkel. "Das war etwas ganz besonderes für mich", sagte der Sohn des früheren Bundesliga-Profis Henrik Andersen: "Ich habe hier gespielt, aber ich bin hier nie in den Profikader gekommen. Deshalb bin ich besonders froh, dass wir hier gewonnen und die nächste Runde erreicht haben."

Vor 45 397 Zuschauern, davon 5 000 lautstarke Fans des Zweitligisten, gab es kein Abtasten. Schon in der fünften Minute hätte das Team von Trainer Michael Frontzeck, der 1984 als Spieler mit der Borussia das Endspiel verloren hatte, in Führung gehen müssen. Juan Arango bediente Raul Bobadilla mit einem Steilpass, der jedoch scheiterte zweimal allein gegen MSV-Torhüter Tom Starke. Sieben Minuten später war der überragende Schlussmann erneut gegen Bobadilla zur Stelle.

Duisburg nutzte die Freiräume im Mittelfeld zunächst nur bis zur Strafraumgrenze gut. Im Angriffszentrum machte sich das Fehlen des am Knie verletzten Top-Torjägers Sandro Wagner deutlich bemerkbar. Neuzugang Sören Larsen und Caiuby waren zunächst kein gleichwertiger Ersatz für den zweifachen Torschützen im Finale der U21-EM.

Der Gladbacher Angriffsschwung ließ nach 25 Minuten nach. Gegen die hoch stehende Duisburger Viererkette, in der Tiago den früheren Nationalspieler Frank Fahrenhorst ersetzte, versuchte es der Cupsieger von 1960, 1973 und 1995 mit den falschen Mitteln und lief daher immer wieder ins Abseits. Nur Arango (45.) hatte in der ersten Hälfte noch eine gute Gelegenheit.

Duisburg befreite sich, und in der 51. Minute fehlten nur Zentimeter zum Führungstreffer. Eine Kopfball-Vorlage von Björn Schlicke köpfte Leihgabe Änis Ben-Hatira Richtung rechtes unteres Eck, Torhüter Logan Bailly lenkte den Ball an den Pfosten. Gut 120 Sekunden danach rettete Bailly erneut das 0:0 gegen Ben-Hatira. Nun waren es die Gladbacher, die ihre Angriffe nicht mehr konsequent zu Ende spielten. Fehlpässe und technische Ungenauigkeiten häuften sich auf beiden Seiten.

© SID

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