Fußball DFB-Pokal
Duisburger Damen holen sich den DFB-Pokal

In überragender Manier hat der FCR Duisburg den DFB-Pokal gewonnen. Im Berliner Olympiastadion siegte die Mannschaft von Trainerin Martina Voss 7:0 (2:0) gegen Turbine Potsdam.

Die Frauen vom FCR Duisburg haben mit einem Rekord-Schützenfest das letzte DFB-Pokalfinale in Berlin gewonnen und den Doppel-Triumph perfekt gemacht. Eine Woche nach dem Erfolg im Uefa-Cup setzte sich die Mannschaft von Trainerin Martina Voss nach einem Angriffsrausch gegen eine überforderte Mannschaft von Turbine Potsdam mit 7:0 (2:0) durch und feierte nach 1998 den zweiten Cup-Sieg der Klubgeschichte.

Vor am Ende 20 000 Zuschauern im Vorspiel des Männerfinals zwischen Bayer Leverkusen und Werder Bremen trafen Fatmire Bajramaj (28.), Annemieke Kiesel (38./47.), Femke Maes (50.), Inka Grings (54./86.) und Alexandra Popp (90.) zum höchsten Finalsieg in der Pokalgeschichte. Potsdam verpasste nach dem Hattrick in den Jahren 2004 bis 2006 seinen vierten Pokal-Erfolg.

Grings: "Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen"

"Es ist unfassbar, ich bin überglücklich. Es ist ein Traum in Erfüllung gegangen", sagte Doppeltorschützin Grings: "Wir haben den Frauen-Fußball hervorragend präsentiert." Bajramaj, die zur neuen Saison von Duisburg nach Potsdam wechselt, meinte: "Es war mein Wunsch, mich mit zwei Titeln aus Duisburg zu verabschieden. Das ist mir gelungen. Ich bin super happy."

FCR-Trainerin Martina Voss war zunächst "sprachlos". `Wenn die zwei spielstärksten Mannschaften aufeinandertreffen, und du gewinnst 7:0, dann ist das fern aller Realität", meinte die Ex-Nationalspielerin: "Ich musste mich zwischendurch kneifen, und konnte es gar nicht glauben." Ihr Gegenüber Bernd Schröder nahm die hohe Niederlage mit Humor: "Wir haben viele Tore versprochen, aber eigentlich von beiden Seiten."

Drei Stürmerinnen entwickelten keinen Schwung

Die Potsdamerinnen konnten spielerisch lange mithalten, verrieten aber erschreckende Abwehrschwächen. Trainer Bernd Schröder bot in Leni Larsen Kaurin, Anja Mittag und Tabea Kemme drei Stürmerinnen auf, ohne jedoch den erhofften Angriffsschwung zu entfachen. In der 18. Minute besaß Abwehrspielerin Stefanie Draws die große Chance zur Führung. Nach ihrem Kopfball prallte der Ball erst an den linken, dann an den rechten Innenpfosten, ehe Duisburgs Torhüterin Kathrin Längert eingreifen konnte.

Duisburg präsentierte sich eine Woche nach dem Triumph im Uefa-Cup mit großem Selbstvertrauen und schlug vor dem gegnerischen Tor eiskalt zu. Dabei gelangen der Mannschaft aus dem Ruhrgebiet sehenswerte Tore. Beim 1:0 sorgte die nach der Saison ausgerechnet zu Potsdam wechselnde Nationalspielerin Bajramaj mit einer Direktabnahme nach Flanke von Simone Laudehr für ein Highlight.

Dauerregen beim Abschied von Berlin

Auch der Distanzschuss von Kiesel nach Ablage von Bajramaj zehn Minuten später zum 2:0 verdiente Sonderapplaus auf den Rängen. Für Potsdam, das in der Bundesliga noch eine theoretische Chance auf den Meistertitel hat, sprach, dass sich die Mannschaft nie aufgab und selbst nach dem 0:5 noch den Weg nach vorne suchte. Allerdings verflachte die Partie in der zweiten Halbzeit auch durch den einsetzenden Dauerregen.

Duisburg kann sich als historischer Sieger fühlen, da das Frauen-Finale im kommenden Jahr nach 25 Jahren in Berlin als eigene Veranstaltung an einem anderen Ort ausgetragen wird. Damit soll der wachsenden Bedeutung des Frauenfußballs vor der WM 2011 in Deutschland Rechnung getragen werden. Den Ausrichter bestimmt das DFB-Präsidium auf seiner Sitzung am 12. Juni. Die übrig gebliebenen Bewerber sind Frankfurt/Main, Gelsenkirchen, Köln, Leverkusen und Wolfsburg.

© SID

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