Fußball DFB-Pokal
Eigentor erlöst Bayern München am Millerntor

Bayern München ist in der ersten Runde des DFB-Pokals beim FC St. Pauli mit einem blauen Auge davongekommen. Der Titelverteidiger siegte am Millerntor 2:1 nach Verlängerung. Ein Eigentor brachte dabei die Entscheidung.

Der FC Bayern München hat mit viel Glück die erste Runde des DFB-Pokals überstanden. Beim Regionalligisten FC St. Pauli gewann der Titelverteidiger erst nach Verlängerung 2:1 (1:1, 0:1). Eine abgefälschte Bogenlampe von Nationalspieler Philipp Lahm in der 105. Minute boxte sich St. Paulis Schlussmann Patrik Borger ins eigene Tor und ermöglichte der Elf von Trainer Felix Magath den Einzug in die zweite Runde.

Timo Schultz erzielte in der 31. Minute die Führung für die Gastgeber. Der mit Beginn der zweiten Halbzeit eingewechselte Nationalstürmer Lukas Podolski glich mit seinem ersten Treffer für die Münchner aus (46.). Der unfreiwillige Matchwinner für die Bayern war dann in der Verlängerung ausgerechnet der zuvor so starke St. Pauli-Torwart Patrik Borger (105.), der eine Flanke von Philipp Lahm ins eigene Tor lenkte.

Dabei spielten die Gäste zu diesem Zeitpunkt in Unterzahl, denn die Bayern verloren in der 91. Minute den brasilianischen Nationalspieler Lucio nach einer Tätlichkeit wegen einer angeblichen Tätlichkeit. Der Platzverweis war allerdings höchst umstritten, denn der Ex-Leverkusener versuchte sich lediglich, aus einer Umklammerung zu lösen. St.-Pauli-Kapitän Fabio Morena (120.) sah kurz vor dem Abpfiff die Gelb-Rote Karte.

Vor 19 400 Zuschauern im ausverkauften Millerntor-Stadion entwickelte sich von Beginn an eine kampfbetonte Partie, in der der Drittligist schnell die Oberhand gewann. Die Bayern, die in der Startformation neben Bastian Schweinsteiger auch erneut auf Podolski verzichteten, kamen zunächst kaum ins Spiel und brachten nur selten gelungene Aktionen zustande. Auch Mark van Bommel blieb bei seinem Debüt im Dress der Münchner vor dem Seitenwechsel weit hinter den Erwartungen zurück.

Folgerichtig erarbeitete sich der Außenseiter ein klares Chancenplus. Nach 19 Minuten vergab Thomas Meggle die bis dahin größte Möglichkeit des Spiels. Der Regisseur scheiterte nach einer Flanke von Florian Lechner per Direktabnahme an Bayern-Schlussmann Michael Rensing, der den gesperrten Oliver Kahn vertrat. Auch dem starken Michel Mazingu-Dinzey gelang es im Nachstochern nicht, den U21-Nationalkeeper zu überwinden.

Zwölf Minuten später machte es Schultz dann besser. Per Volleyschuss ließ der Mittelfeldspieler Rensing keine Chance und erzielte die verdiente Führung für die Platzherren. In der Folgezeit wurden die Bayern dann zwar etwas aktiver, kamen bis zur Pause aber zu keinem zählbaren Erfolg mehr.

Zum Wiederanpfiff brachte Münchens Trainer Felix Magath dann das Duo Schweinsteiger/Podolski und belebte damit das Spiel seiner Mannschaft. Podolski brauchte keine 30 Sekunden, um für den Favoriten auszugleichen. Im Anschluss gelang es den Münchnern wiederholt die Hintermannschaft der Hamburger in Bedrängnis zu bringen, St. Paulis Torwart Borger verhinderte jedoch den Rückstand seines Teams. Doch auch die Hanseaten versteckten sich keinesfalls und drängten ihrerseits auf die erneute Führung.

© SID

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