Fußball DFB-Pokal
FC Bayern will Blamage im Münchner Derby vermeiden

Bayern München will heute im Viertelfinale des DFB-Pokals gegen den Lokalrivalen 1 860 die Blamage vermeiden. Im zweiten Spiel des Tages stehen sich Wolfsburg und Hamburg gegenüber.

Vor dem Viertelfinale im DFB-Pokal am heutigen Mittwoch (20.30 Uhr/live im ZDF) gegen den Lokalrivalen TSV 1 860 München hat Bayern Münchens Manager Uli Hoeneß eine klare, leicht verständliche Botschaft ausgegeben: "Verlieren verboten." Während die "Löwen" vor dem 204. Derby auf ein Wunder hoffen, will der klar favorisierte deutsche Rekordmeister auf seiner Titeljagd mit aller Macht eine Blamage verhindern.

Wesentlich ausgeglichener stellt sich vorher (17.45 Uhr/live in der ARD) die zweite Viertelfinal-Partie dar. Im Duell zweier Bundesligisten empfängt der VfL Wolfsburg mit Trainer Felix Magath im Nordderby den Hamburger SV. Die Statistik spricht dabei für die "Wölfe".

Im Mittelpunkt steht aber das traditionsreiche Münchner Duell zwischen den "Roten" und den "Blauen": Bisher konnten die Bayern in allen vier Duellen in der neuen Arena gegen den Zweitligisten nicht gewinnen, "doch das waren Freundschaftsspiele, die keinen Menschen interessieren. Das ist kein Maßstab, jetzt geht es um etwas, und das zählt. Das wird jetzt unsere Leistung herauskitzeln", meinte Bayern-Kapitän Oliver Kahn siegessicher.

Hitzfeld: "Sind klarer Favorit"

Vergessen hat der große FC Bayern die jüngsten Ausrutscher gegen den kleinen Nachbarn aber noch nicht, wie auch Trainer Ottmar Hitzfeld betonte: "Das ist ein kleiner Stachel, der noch tief sitzt. Den wollen wir rausziehen. Wir sind klarer Favorit und werden uns durchsetzen." Und wenn nicht? "Da gibt es keine Ausreden und keine Entschuldigung, wenn man gegen einen Zweitligisten ausscheidet. Deshalb müssen wir gewinnen", stellte Hoeneß unmissverständlich klar.

Allerdings, so der Bayern-Manager, sei das Derby "vom Druck und von den psychologischen Voraussetzungen her noch schwieriger" als der Bundesliga-Schlager am vergangenen Sonntag gegen den Hamburger SV (1:1). "Die junge Mannschaft der Sechziger wird versuchen, über sich hinauszuwachsen. Die werden um ihr Leben rennen und kämpfen wie die Löwen."

Sie wollen in der Tat kämpfen wie die Löwen, die "Löwen". "Meine Jungs sind richtig heiß. Wir wollen das Unmögliche wahrmachen. Wir sagen ganz klar: Wir wollen ins Halbfinale", betonte 1 860-Coach Marco Kurz. Auch Manager Stefan Reuter, einst selbst beim FC Bayern, sieht keinen Grund, vor dem Bundesliga-Tabellenführer in Ehrfurcht zu erstarren: "Wir sind zwar krasser Außenseiter. Aber unser großes Ziel ist es, die Sensation zu schaffen."

1 860-Profi Daniel Bierofka schätzt die Ausgangslage realistisch ein, hofft aber ebenfalls auf die große Überraschung: "Wenn wir zehnmal gegen die Bayern spielen, verlieren wir neunmal, aber vielleicht ist gerade am Mittwoch genau dieser Tag, um Geschichte zu schreiben."

Fehlen werden bei den Sechzigern, die 1967 das letzte Aufeinandertreffen im Pokal gegen die Bayern 1:3 verloren, weiterhin die Angreifer Berkant Göktan und Antonio di Salvo. Bei den Bayern kommt für Martin Demichelis das Spiel noch zu früh, dafür wird Franck Ribery nach seinem Kurzeinsatz gegen den HSV wohl wieder in der Startformation stehen. Fraglich ist der Einsatz von Bastian Schweinsteiger (Wadenprobleme).

HSV wieder mit van der Vaart

Beim Hamburger SV hat sich Rafael van der Vaart nach seiner Knöchelverletzung zurückgemeldet. "Mir wäre es lieber, wenn er spielt. Da weiß man, auf was man sich einstellen muss", sagte Wolfsburgs Coach Felix Magath zur wahrscheinlichen Rückkehr des Niederländers. Ohne van der Vaart sei der HSV unberechenbarer - und vor allem ist der Bundesliga-Vierte ohne seinen Kapitän noch unbesiegt in dieser Saison.

Van der Vaart hin oder her: Magath, unter dessen Regie der HSV 1997 zuletzt ein Pokal-Halbfinale erreicht hatte, sieht seinen Ex-Klub in einer "schlechteren Ausgangslage, weil sie die zusätzliche Belastung durch den Uefa-Cup haben". Auch die Statistik spricht für die "Wölfe": Dreimal standen sie bisher im Viertelfinale, dreimal gelang der Sprung in die nächste Runde, zuletzt im vergangenen Frühjahr.

© SID

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