Fußball DFB-Pokal
FCK legt Protest gegen Pokalpleite ein

Nach dem Aus im DFB-Pokal-Achtelfinale gegen Mainz 05 hat der 1. FC Kaiserslautern Protest gegen die Spielwertung eingelegt. Schiedsrichter Michael Weiner hatte im Elfmeterschießen einen Treffer des FCK nicht anerkannt.

Wir erwartet lässt der 1. FC Kaiserslautern die DFB-Pokal-Niederlage im Südwestderby gegen den FSV Mainz 05 nicht auf sich sitzen. Der Bundesligist hat am Donnerstag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) fristgerecht Einspruch gegen die Wertung des Achtelfinalspiels vom Dienstag eingelegt. Bei der Lauterer Niederlage war ein Treffer von Ferydoon Zandi im Elfmeterschießen durch Schiedsrichter Michael Weiner (Giesen) nicht anerkannt worden, obwohl der Ball die Torlinie deutlich überschritten hatte. Mit dem FCK-Protest muss sich nun das DFB-Sportgericht befassen.

"Nicht nachzuvollziehende Fehlleistung"

"Gerade von Seiten der Gremien, der Fans und der Vereins-Mitglieder ist mit Nachdruck eine solche Reaktion eingefordert worden", erklärte der FCK-Vorstandsvorsitzende Rene C. Jäggi. "Man muss sich vor Augen halten, dass eine nicht nachzuvollziehende Fehlleistung geboten und eine so gravierende Benachteilung ausgelöst wurde. Nicht nur für die FCK-Familie, sondern auch für jeden Fan, der objektiv ist und Gerechtigkeit in den Vordergrund stellt, war das ein ganz bitteres Fußball-Erlebnis."

Man wolle nach diesem Zwischenfall nicht zur Tagesordnung übergehen, allerdings weist der Klub in seiner Pressemitteilung ausdrücklich darauf hin, "dass mit dem Protest keineswegs die Autorität der Schiedsrichter und die Tatsachenentscheidung an sich in Frage gestellt werden sollen".

Vielmehr soll eine Diskussion um mögliche technische Hilfsmittel für die Schiedsrichter angeschoben werden. "In einer Zeit, in der im Fußball so viel von einer richtigen oder falschen Entscheidung abhängen kann, sollten alle Möglichkeiten geprüft und erörtert werden", sagte Jäggi.

Konsequenzen "eher unwahrscheinlich"

Der DFB-Kontrollausschussvorsitzende Horst Hilpert hatte allerdings schon am Mittwoch einem FCK-Protest wenig Chancen eingeräumt. "Ich werde mir die Szene noch einmal ganz genau anschauen. Aber es handelt sich natürlich um eine Tatsachenentscheidung. Dass Konsequenzen folgen, halte ich eher für unwahrscheinlich", meinte Hilpert.

Auch DFB-Mediendirektor Harald Stenger geht nicht von einem Wiederholungsspiel aus. "Weil es sich ohnehin um eine Tatsachenentscheidung handelt, gehe ich davon aus, dass sich alle Diskussionen erübrigen dürften", sagte Stenger.

© SID

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