Fußball DFB-Pokal
Freiburg bremst Hoffenheims Höhenflug

1 899 Hoffenheim hat im DFB-Pokal einen empfindlichen Dämpfer kassiert. Nach einem 1:3 (1:0) bei Zweitligist SC Freiburg war für das Überraschungs-Team der Bundesliga Endstation.

Zweitliga-Spitzenreiter SC Freiburg hat dem Höhenflug des Bundesliga-Überraschungsteams 1 899 Hoffenheim ein überraschendes Ende bereitet. Der zuletzt auf den zweiten Tabellenplatz gestürmte Erstliga-Neuling unterlag in der zweiten Runde des DFB-Pokals 1:3 (1:0) bei den Breisgauern und konnte damit nicht wie im Vorjahr ins Achtelfinale einziehen.

Daniel Schwaab (68.) und Mohamadou Idrissou (90.) jeweils per Foulelfmeter sowie Suat Türker (84.) trafen für die Freiburger, die sich erstmals seit 2005 wieder für die Runde der besten 16 Teams qualifizierten. Sejad Salihovic (37.) hatte ebenfalls per Foulelfmeter die Gäste in Führung gebracht.

Türker: "Das macht Spaß im Moment"

"Die Mannschaft hat eine Klasseleistung gegen ein Klasseteam aus der ersten Liga gezeigt - Respekt", sagte Freiburgs Trainer Robin Dutt, und Torschütze Türker ergänzte: "Spitze in der 2. Liga, im Pokal im Achtelfinale, das macht Spaß im Moment. Hoffenheims Marvin Compper hat seine Mannschaft zwar 60 Minuten lang im Vorteil gesehen, "danach waren wir aber zu unkonzentriert."

Vor 15 400 Zuschauern erwischten die Gäste den deutlich besseren Start und hätten bereits nach 25 Sekunden durch Torjäger Vedad Ibisevic, der in der Bundesliga bereits sechsmal erfolgreich war, in Führung gehen können. Auch im Anschluss beherrschten die spielstarken Hoffenheimer das Geschehen gegen die kämpferisch eingestellten Breisgauer, deren sporadische Konterversuche meist im Keim erstickt wurden.

Erst nach einer Viertelstunde legten die Einheimischen ihren Respekt vor der Mannschaft der Stunde ab und kamen besser ins Spiel. Da sich beide Teams in dieser Phase weitgehend im Mittelfeld neutralisierten, blieben Torchancen allerdings Mangelware. Lediglich ein Freistoß des Freiburgers Ali Günes aus großer Distanz sorgte für Gefahr (21.).

Hoffenheim ohne Biss

Nach dieser Möglichkeit konnten sich die Gastgeber sogar eine Feldüberlegenheit erarbeiten. Während die Freiburger mit großem Engagement zu Werke gingen, ließen die Hoffenheimer den letzten Biss vermissen und verloren bei ihren Offensivbemühungen oftmals die Zweikämpfe. In dieser Phase war den Gästen, deren Trainer Ralf Rangnick mehrmals wutenbrannt von der Bank aufsprang, das Fehlen des angeschlagenen Mittelfeld-Motors Luiz Gustavo deutlich anzumerken.

Dennoch gelang den Hoffenheimern die glückliche Führung durch den verwandelten Elfmeter des Bosniers Salihovic. Zuvor hatte der Freiburger Kapitän Heiko Butscher Chinedu Obasi, der erstmals in dieser Saison von Beginn an für Hoffenheim auflief, angeblich im Strafraum gefoult. Die Straftstoß-Entscheidung von Schiedsrichter Knut Kircher (Rottenburg) war allerdings umstritten.

Nach dem Seitenwechsel waren die Freiburger zwar um den Ausgleich bemüht, zwingende Chancen konnten sich die Gastgeber aber wie im ersten Durchgang zunächst nicht erarbeiten. Dennoch gelang den Platzherren der Ausgleich durch den verwandelten Foulelfmeter von Schwaab. Zuvor hatte Hoffenheims Innenverteidiger Matthias Jaissle Günes gefoult. Türkers und Idrissous Treffer waren zwar glücklich, aber wegen des Freiburger Engagements nicht unverdient.

© SID

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