Fußball DFB-Pokal
Fünf Bundesligisten hoffen auf "Pokal-Zubrot"

Fünf Bundesligisten kämpfen heute im DFB-Pokal um den Einzug ins Viertelfinale. Für eines der Teams ist aber Endstation, Wolfsburg und Schalke messen sich im direkten Duell.

Heute Abend geht das Achtelfinale des DFB-Pokals in die zweite Runde. Fünf Bundesligisten hoffen dabei auf die Viertelfinal-Qualifikation und damit weiterhin auf eine Europapokal-Chance für die kommende Saison. Allerdings wird es einen Erstligisten auf jeden Fall erwischen. Zwischen dem VfL Wolfsburg und Schalke 04 (19.30 Uhr) kommt es zum direkten Duell zweier Klubs aus dem Oberhaus. Dagegen müssen Vorjahresfinalist VfB Stuttgart bei Werder Bremen II, der Hamburger SV bei Rot-Weiss Essen und Arminia Bielefeld bei Carl Zeiss Jena (jeweils 19.00 Uhr) den kaum leichteren Gang zu einem unterklassigen Gegner antreten.

Bundesliga-Duell im Mittelpunkt

Im Mittelpunkt steht das Spiel in der Wolfsburger Arena zwischen zwei Teams, die in der Winterpause noch einmal kräftig nachgerüstet haben. Während "Wölfe"-Coach Felix Magath seinen Kader mit Stürmer Danijel Ljuboja vom VfB Stuttgart, dem Schweizer Keeper Diego Benaglio sowie dem Japaner Makato Hasebe verstärkt hat, stehen Schalke-Trainer Mirko Slomka der Brasilianer Ze Roberto II und der uruguayische Nationalstürmer Vicente Sanchez als Neuverpflichtungen zur Verfügung. Dagegen muss der Ex-Frankfurter Albert Streit als dritter Schalker Zugang nach einer Meniskus-OP noch pausieren.

Nach wenig überzeugenden Testspielen hofft Magath im Duell mit dem Vizemeister endlich auf eine Initialzündung - auch mit Blick auf die am Wochenende beginnende Rückrunde. "Vorbereitungsergebnisse täuschen oft. Ich hoffe, das ist auch diesmal der Fall", sagt der 54-Jährige. Dennoch sieht er sein Team als Außenseiter: "Schalke ist ganz klar der Favorit. Aber wir wollen uns so gut wie möglich verkaufen. Wenn es uns gelingt, eine tolle Atmosphäre zu schaffen, von der die Mannschaft profitiert, dann sind wir auch in der Lage, Schalke zu schlagen."

Schalke muss Kuranyi ersetzen

Bei den Königsblauen bleibt abzuwarten, wie schwer der Ausfall von Nationalstürmer Kevin Kuranyi wiegt, der nach einer verschleppten Lungenentzündung noch Trainingsrückstand aufweist. Neben den ebenfalls verletzten Streit und Christian Pander (Innenbandanriss) schlugen sich zuletzt auch die Routiniers Marcelo Bordon und Mladen Krstajic mit muskulären Problemen herum. Ihr Einsatz scheint jedoch nicht gefährdet. "Ich gehe davon aus, dass beide dabei sind", so Slomka.

Für Unruhe sorgte beim Tabellen-Fünften zudem ein Interview von Jungstar Mesut Özil im kicker, in dem der 19-Jährige Schalkes Manager Andreas Müller vorgeworfen hatte, "sich nicht an Absprachen" gehalten zu haben. Slomka erteilte dem U21-Nationalspieler daraufhin eine deutliche Abfuhr: "Nach diesem Interview ist die Tür zu. Ich sehe keine Möglichkeit, noch etwas zu retten", sagte der Schalker Coach und legte Özil einen Vereinswechsel nah: "Wenn ein Angebot für ihn kommt, das unseren Vorstellungen entspricht, kommt es zum Wechsel."

HSV hat schlechte Erinnerungen an Essen

Ganz andere Sorgen hat unterdessen der HSV, bei dem sich nach den jüngsten Testspielen gleich mehrere Spieler verletzt abgemeldet hatten. Beim Gastspiel im Essener Georg-Melches-Stadion droht den Hamburgern der Ausfall der Leistungsträger Romeo Castelen (Knieprellung), Piotr Trochowski (Schienbeinprellung) und Jerome Boateng (Fußprellung). Dagegen ist Kapitän Rafael van der Vaart nach überstandenem Magen-Darm-Virus wieder dabei.

An die Essener Hafenstraße hat der HSV im Pokal dabei ohnehin keine guten Erinnerungen. Zweimal trat man im Cupwettbewerb bei RWE an, zweimal gab es schmachvolle Niederlagen: 1953 unterlagen die Hanseaten 1:6 beim späteren Pokalsieger jenes Jahres, 1972 verlor man gegen den damals eine Klasse tiefer spielenden Westklub 3:5 nach 0:5-Halbzeitrückstand. HSV-Tscheche David Jarolim erwartet auch diesmal ein "ganz schwieriges Pflaster". Als Lohn für einen Sieg winkt indes das erste Pokal-Viertelfinale seit zwölf Jahren.

Stuttgart will Bremen II nicht unterschätzen

Deutlich erfolgreicher war zuletzt die Pokal-Historie der Stuttgarter, die im vergangenen Jahr erst im Finale am 1. FC Nürnberg scheiterten. Im Achtelfinale wartet mit der zweiten Mannschaft von Werder Bremen eine lösbare Aufgabe auf die Schwaben, die man aber dennoch nicht unterschätzen will. "Wir nehmen die Aufgabe sehr ernst. Es gibt auch keinen Grund, die Bremer zu unterschätzen", sagt Trainer Armin Veh.

© SID

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