Fußball DFB-Pokal
Funkel: "Können uns mit Bayern nicht vergleichen"

Einen Tag nach der Niederlage im Finale des DFB-Pokals gegen Bayern München lobt Trainer Friedhelm Funkel von Eintracht Frankfurt sowohl die Klasse des bayerischen Gegners als auch den Einsatz seines Teams. Im Abstiegskampf hofft der 52-Jährige auf einen Motivationsschub durch das Finalspiel.

Frage: "Friedhelm Funkel, Sie haben mit Eintracht Frankfurt die Pokal-Sensation gegen den FC Bayern erwartungsgemäß verpasst. Sind Sie nach der dritten Niederlage gegen die Bayern in dieser Saison sehr frustriert?"

Friedhelm Funkel: "Natürlich bin ich traurig, dass wir das Spiel nach großartigem Kampf verloren haben. Meine Mannschaft hat gegen den haushohen Favoriten alles aus sich herausgeholt und auch nach dem 0:1 nicht aufgesteckt. Mit ein wenig Glück hätten wir kurz vor Schluss auch noch den Ausgleich erzielt, aber da hat Oliver Kahn einfach weltklasse gehalten."

Frage: "Erneut konnte die Eintracht einen Topklub der Bundesliga ärgern, aber nicht schlagen. Was fehlt der Eintracht noch, um auch mal ein Bundesliga-Spitzenteam zu besiegen?"

Funkel: "Die Bayern haben Weltklasse-, wir teilweise nur Oberliga-Spieler in der Mannschaft. Wir können uns mit den Bayern, die eine ganz andere individuelle Qualität haben, nicht vergleichen. Deshalb müssen wir unsere Punkte in der Bundesliga auch gegen andere Mannschaften holen.

Frage: "Nur vier Tagen nach dem Pokalfinale steigt am Mittwoch in der Frankfurter WM-Arena das Abstiegsendspiel gegen den Erzrivalen Kaiserslautern. Könnte die Pokalpleite auf dem Weg zum Klassenerhalt noch einen Knacks geben?"

Funkel: "Das kann ich mir überhaupt nicht vorstellen. Wir haben den Bayern Paroli geboten und vor der Partie gegen Lautern Selbstbewusstsein getankt. Wir werden uns ab Sonntag sehr intensiv auf das Spiel vorbereiten. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir den Klassenerhalt am Mittwoch perfekt machen werden."

Frage: "Nach dem Spiel sind Sie auf Oliver Kahn zugegangen. Was haben Sie ihm gesagt?"

Funkel: "Ich habe Oliver Kahn gegenüber meinen Respekt ausgedrückt, wie professionell er die Entscheidung von Jürgen Klinsmann angenommen hat. Noch hat das erste Spiel bei der WM nicht angefangen, von daher kann noch einiges passieren."

© SID

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