Fußball DFB-Pokal
"Geißböcke" beschenken Trainer-Debütant Schaefer

Die Spieler des 1. FC Köln haben in der 2. DFB-Pokal-Runde ihren neuen Trainer Frank Schaefer zum 47. Geburtstag beschenkt. Das Bundesliga-Schlusslicht besiegte 1 860 München 3:0.

Neuer Trainer, neues Glück: Im ersten Spiel unter Interimstrainer Frank Schaefer ist beim 1. FC Köln der Erfolg zurückgekehrt. Der Bundesliga-Letzte kam nach turbulenten Tagen im DFB-Pokal zu einem 3:0 (0:0)-Erfolg gegen Zweitligist 1 860 München. Martin Lanig in der 58. Minute, Milivoje Novakovic (79.) und Lukas Podolski (83.) führten die Krisen-Kölner mit ihren Toren ins Pokal-Achtelfinale und bescherten damit dem Nachfolger des am Sonntag entlassenen Zvonimir Soldo an dessen 47. Geburtstag einen gelungenen Einstand. Für die Wende in der Liga muss sich der FC, der am Samstag auf den Hamburger SV trifft (15.30 Uhr/Sky und Liga total!), aber noch steigern.

Trotz des Sieges gab es aber wieder reichlich Wirbel - und erneut stand Podolski im Zentrum der Kritik. Der Nationalspieler provozierte die Löwen-Fans und zog sich dafür den Unmut der Münchner Spieler zu. "Es steht 3:0 für die Kölner, ich weiß nicht, was das soll. Das hat er doch gar nicht nötig", schimpfte der ehemalige Nationalspieler Benjamin Lauth. Podolski selbst reagierte genervt, als er auf sein Verhalten angesprochen wurde: "Lassen Sie uns über das Spiel sprechen, alles andere ist egal. Wir haben in der zweiten Hälfte ein gutes Spiel gemacht und sind eine Runde weiter", sagte Poldi, drehte sich um und verschwand.

Kölns neuem Coach war das alles egal. Es gäbe keinen Ersatz für Siege, sagte Schaefer: "Solche Ergebnisse setzen Prozesse in Gang. Wir sind heute schon einen Schritt weitergekommen."

Nach Chaos-Tagen mit der Generalkritik von Lukas Podolski, den Alleingängen von Stammtorwart Faryd Mondragon und der Entlassung von Soldo übernahm der FC, der auf Petit (gesperrt und verletzt), Adil Chihi (gesperrt) und Geromel (Knieprobleme) verzichten mussten, von Beginn an die Initiative. Viel sprang in der ersten Hälfte aber nicht heraus. Nur Milivoje Novakovic hätte das 1:0 machen müssen. Eine präzise Flanke von Stephan Salger köpfte der Torjäger, der erst zum vierten Mal in dieser Spielzeit in der Anfangsformation stand, freistehend in die Arme von 1 860-Keeper Kiraly. Pech hatte Martin Lanig, dessen Schuss nach Doppelpass mit Novakovic an die Latte knallte.

Lauth lässt Großchance vor der Pause liegen

Die Sechziger, finanziell in Nöten und zuletzt durch Savio Nsereko in den Schlagzeilen, präsentierten sich hellwach und ließen den Bundesliga-18. nur selten zur Entfaltung kommen. Gute Konteransätze verpufften aber zumeist am FC-Strafraum. Dennoch hatte Benny Lauth (44.) die große Führungs-Möglikchkeit, schoss aber freistehend in die Arme von FC-Keeper Miro Varvodic. Der 21-Jährige war zum dritten Mal in Folge die Nummer eins. Der ehemalige Stammkeeper Mondragon war zum dritten Mal nicht im Kader.

Die Stimmung unter den Anhängern war angesichts des sportlichen Misserfolgs in dieser Saison aufgeheizt. Immer wieder skandierten die Fans "Meier raus". Manager Michael Meier wird ebenso wie Soldo für die Misere verantwortlich gemacht. Der 60-Jährige nahm die Sprechchöre mit versteinerter Miene zur Kenntnis.

Nach dem Wechsel änderte sich die Stimmung schlagartig. Erst prüfte der eingewechselte Christian Clemens 1 860-Keeper Gabor Kiraly (57.). Die folgende Ecke von Lukas Podolski nutzte Lanig dann per Kopf zur Führung. Dennoch blieb zunächst es eng. Die von Reiner Maurer trainierten Gäste machten Druck, die großen Chancen blieben aber aus. Dadurch ergaben sich für Köln Räume zum Kontern, die Tore fielen zwangsläufig.

© SID

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