Fußball DFB-Pokal
Hashemian bringt BVB die nächste Schlappe bei

In der zweiten Runde des DFB-Pokals hat Borussia Dortmund im Duell zweier Bundesligisten mit 0:1 gegen Hannover 96 verloren. Neben den Niedersachsen haben auch Stuttgart, Wolfsburg und Bochum das Achtelfinale erreicht.

Bundesligist Borussia Dortmund hat den erhofften Befreiungsschlag verpasst. Der BVB unterlag in der zweiten Runde des DFB-Pokals Hannover 96 durch einen späten Treffer von Vahid Hashemian (86.) mit 0:1 (0:0). Die Niedersachsen stehen damit genauso wie der VfB Stuttgart, der VfL Wolfsburg und der VfL Bochum im Achtelfinale.

Zwar erspielte sich die Mannschaft des in die Kritik geratenen Trainers Bert van Marwijk vor 29 000 Zuschauern eine optische Überlegenheit, doch fehlte es an den zündenden Ideen und überraschenden Pässen, um die gut organisierte Abwehr der Hannoveraner zu überwinden. So erlebten die BVB-Fans die erste große Chance der Gastgeber in der 20. Minute, als Valdez das Gästetor mit einem Kopfball nur knapp verfehlte. Noch harmloser als die Dortmunder präsentierten sich die 96er in der ersten Halbzeit in der Offensive.

Rote Karte für Weidenfeller

Erst nach der Roten Karte gegen Torwart Roman Weidenfeller, der in der 49. Minute gegen den heranstürmenden Jan Rosenthal aus dem Tor eilte und den Ball außerhalb des Strafraums unglücklich mit der Hand spielte, verstärkten auch die Niedersachsen den Druck. Doch der für Weidenfeller ins Spiel gekommene, erst 21 Jahre alte Amateurtorhüter Sören Pirson konnte seinen Kasten sauber halten. Glück hatte der Youngster, dass ein abgefälschter Schuss von Steven Cherundolo das Tor verfehlte.

In der Schlussphase der regulären Spielzeit zeigten die Dortmunder Moral und kamen durch Alexander Frei (81.) und Christian Wörns (82.) zu zwei hochkarätigen Chancen, die jedoch Hannovers Torhüter Robert Enke parierte.

Zuvor hatte der VfB Stuttgart hat als erste Mannschaft das Achtelfinale erreicht. Die Schwaben setzten sich in der zweiten Runde des Pokalwettbewerbs bei Oberligist SV Babelsberg mit 4:2 (1:0) durch.

Erst als U21-Nationalspieler Roberto Hilbert in der 14. Minute nach einem Zuspiel von Thomas Hitzlsperger die Gäste in Führung brachte, kontrollierte der in der Bundesliga auswärts noch ungeschlagene VfB zusehends die Begegnung. Vor allem bei Standards spielte Stuttgart seine Vorteile aus und hätte durch Serdar Tasci (20.) die Führung ausbauen können. Doch der Innenverteidiger scheiterte mit seinem Kopfball nach einer Hitzlsperger-Ecke knapp.

Torreiche Partie in Babelsberg

In der zweiten Hälfte brannte es dann in beiden Strafräumen lichterloh: Nach einem erneuten Hitzlsperger-Eckball erhöhte Innenverteidiger Matthieu Delpierre in der 53. Minute auf 2:0 für den Bundesligisten. Nur vier Minuten später gelang Aymen Ben-Hatira nach einer Kopfball-Rücklage von Mike Neumann der vielumjubelte 1:2-Anschlusstreffer. Nachdem Gäste-Stürmer Mario Gomez abermals vier Minuten später mit einem Kopfball-Treffer den alten Zwei-Tore-Abstand wieder hergestellt hatte, glückte Ben-Hatira in der 72. Minute sein zweiter Treffer des Spiels. Gomez´ Sturmpartner Cacau sorgte dann (80.) für erleichterte Mienen auf der VfB-Bank. Wegen erhöhter Sicherheitsbestimmungen hatten lediglich rund 7 000 Zuschauer das Saisonhighlight für den in der zweiten Pokalrunde einzig verbliebenen Oberligisten verfolgt.

Ebenfalls in der Runde der letzten 16 steht der VfL Wolfsburg. Die Niedersachsen besiegten vor nur knapp 6 500 Zuschauern in der heimischen Arena Zweitligist SC Freiburg mit 1:0 (0:0). In der 69. Minute schob Torjäger Mike Hanke den Ball für die drückend überlegenen "Wölfe" nach Vorarbeit von Jacek Krzynowek aus kurzer Distanz über Linie. Die tapferen Breisgauer spielten zu dem Zeitpunkt nur noch mit zehn Mann, Innenverteidiger Boubacar Diarra hatte nach einer Notbremse gegen Hanke in der 23. Minute die Rote Karte gesehen.

Bochum bedankt sich bei Butscher

Eine Überraschung hat Abwehrspieler Heiko Butscher vom VfL Bochum verhindert. Butscher erzielte beim 3:2 (2:1)-Sieg des Erstligisten über Zweitliga-Tabellenführer Karlsruher SC gleich zwei Treffer und beförderte den VfL somit ins Achtelfinale.

Der VfL hatte vor 10 480 Zuschauern bereits durch Tore von Neuzugang Theofanis Gekas (26.) und eben Butscher (29.) mit 2:0 geführt, musste jedoch durch einen Doppelschlag des überragenden Karlsruher Mittelfeldspielers Massimilian Porcello (44./62.) unnötigerweise ein 2:2 hinnehmen. Danach drückte der VfL erneut aufs Tempo und wurde durch Butschers Kopfball nach einer Flanke vom eingewechselten Youngster Dennis Grote belohnt.

© SID

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