Fußball DFB-Pokal
Hoffenheim träumt weiter vom großen Coup

Nach einem 2:1 gegen Bundesligist Hansa Rostock kann 1 899 Hoffenheim weiter vom großen Coup träumen. Der Zweitligist steht zum zweiten Mal nach 2003 im DFB-Pokal-Viertelfinale.

Zweitliga-Neuling 1 899 Hoffenheim hat Bundesligist Hansa Rostock den Start ins Jahr 2008 gründlich verdorben und ist zum zweiten Mal in der Klubgeschichte ins Viertelfinale des DFB-Pokals eingezogen. Der ambitionierte Provinzklub von Milliardär und Mäzen Dietmar Hopp setzte sich mit 2: 1 (1:0) gegen Rostock durch und feierte damit den größten Erfolg in der Cup-Geschichte seit Dezember 2003. Das Team von Hansa-Trainer Frank Pagelsdorf verpasste somit die Generalprobe für den Liga-Rückrundenstart am Samstag gegen Rekordmeister Bayern München gründlich.

Für die Entscheidung sorgte ausgerechnet ein Eigentor von Rostocks Innenverteidiger Orestes (71.). Zuvor hatte der Schwede Per Nilsson (12.) Hoffenheim mit einem Kopfball erstmals in Führung gebracht. Hansa-Kapitän Enrico Kern (52.) gelang der zwischenzeitliche Ausgleich. Kern traf nach einem Eckball per Abstauber, nachdem Mark Stein per Kopfball den Pfosten getroffen hatte. In der Nachspielzeit verpasste Sejad Salihovic mit einem verschossenen Foulelfmeter den dritten Hoffenheimer Treffer (90.).

"Dieser Sieg hat eine große Bedeutung für das Prestige des Vereins. Ich habe keinen Unterschied zur ersten Liga gesehen. Mal schauen, was jetzt noch möglich ist", sagte Hoffenheims Leiter der Fußballabteilung. Rostocks Torschütze Kern war dagegen enttäuscht: "Wir haben eine große Chance vergeben. Jeder muss sich an die eigene Nase packen. Das war zu wenig."

Vor 5 835 Zuschauern im ausverkauften Dietmar-Hopp-Stadion taten sich die Rostocker äußerst schwer. In der Offensive fehlte die Durchschlagskraft, beim 0:1 durch Nilsson war die Hintermannschaft völlig unsortiert. Ein Klassenunterschied war nicht festzustellen.

Erst nach dem Seitenwechsel kam Hansa besser ins Spiel. Zunächst scheiterten Stein (48.) und Fin Bartels (51.), ehe Kern der zu diesem Zeitpunkt verdiente Ausgleich gelang. Allerdings hatten die Rostocker Glück, dass Hoffenheims Stürmer Demba Ba nach einer Stunde Spielzeit nur den Außenpfosten traf.

Rostocks Trainer Frank Pagelsdorf musste im Mittelfeld auf den verletzten Routinier Stefan Beinlich sowie den angeschlagenen Kai Bülow verzichten. Der in der Winterpause vom deutschen Meister VfB Stuttgart zurückgekehrte brasilianische Innenverteidiger Gledson durfte wegen einer Rotsperre noch nicht mitwirken. Bei den Gastgebern vertraute Coach Ralf Rangnick den beiden Neuzugängen Ramazan Öczan im Tor und Marvin Compper in der Abwehr. Dafür fehlte der bislang im Pokal erfolgreichste Hoffenheimer Torschütze Francisco Copado.

© SID

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