Fußball DFB-Pokal
HSV beweist Moral und ringt Leverkusen nieder

Der HSV wankte, aber fiel nicht. Nach einem hart erkämpften 3:2-Sieg gegen Bayer Leverkusen stehen die Hanseaten im Achtelfinale des DFB-Pokals. Zwei Toren von Berbatow setzte Wicky den Siegtreffer entgegegen.

Die Hamburger Festwochen gehen weiter, der HSV tanzt weiterhin auf drei Hochzeiten. Durch einen 3:2 (0:1)-Erfolg gegen den Bundesliga-Kontrahenten Bayer Leverkusen haben die Hanseaten das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Daniel van Buyten (55.), Sergej Barbarez (62.) und der eingewechselte Raphael Wicky (84.) erzielten die Treffer für die Hausherren, die damit erstmals in dieser Saison einen Rückstand noch in einen Sieg umwandeln konnten. Dimitar Berbatow hatte die Gäste bereits in der dritten Minute in Führung geschossen. Der Bulgare sorgte auch für das zwischenzeitliche 2:2 (81.).

Doll verzichtete zunächst auf Wicky

Immerhin 35 871 Zuschauer wollten die Partie sehen, obwohl bereits am kommenden Samstag gegen Schalke 04 und am Donnerstag darauf gegen Viking Stavanger im Uefa-Cup die nächsten Highlights im Hamburger Stadion bevorstehen. Auch deshalb hatte Trainer Thomas Doll seine Mannschaft etwas durcheinander gewirbelt und zunächst auf Defensivspieler Wicky sowie Verteidiger Rene Klingbeil verzichtet. Für Klingbeil spielte überraschend der Iraner Mehdi Mahdavikia auf der rechten Seite.

Die Änderung brachte bei den Gastgebern aber zunächst Verwirrung. So profitierte Berbatow bei seinem Führungstreffer von einer Unachtsamkeit in der Hamburger Abwehr, als der Schweizer Tranquillo Barnetta frei zum Schuss kam. HSV-Schlussmann Stefan Wächter konnte den Ball zwar noch abwehren, das Leder fiel aber genau vor die Füße des Bulgaren.

In der Folge übernahmen die Norddeutschen zwar das Spielgeschehen, klare Gelegenheiten konnten sie sich aber nur wenige herausspielen. So scheiterte Piotr Trochowski mit einem Fernschuss aus 16 Metern (5.), ein Freistoß von Rafael van der Vaart (16.) strich nur knapp über das Tor. Der Holländer durfte im Pokal trotz seiner Sperre in der Bundesliga mitwirken.

Van der Vaart mit guten Torchancen

Allerdings hatte der HSV Pech, als Schiedsrichter Michael Weiner nach einem Foul von Roque Junior an Naohiro Takahara in der 36. Minute den fälligen Strafstoß verweigerte. In der Nachspielzeit verpassten der Japaner und van der Vaart weitere gute Chancen.

Auch nach dem Wechsel machten die Gastgeber zunächst Druck und hätten durch Barbarez in der 52. Minute bereits den Ausgleich erzielen müssen. Kapitän van Buyten war es dann nach einem Eckball von van der Vaart vorbehalten, mit dem Kopf das längst fällige Tor zu erzielen. Der Belgier setzte sich dabei gegen Roque Junior durch. Den Hamburger Führungstreffer ermöglichte der zweite brasilianische Innenverteidiger bei den Westdeutschen: Juan schlug freistehend am Ball vorbei, Barbarez brauchte die Flanke von Thimothee Atouba aus kurzer Distanz nur noch zu vollenden.

Danach übernahm Bayer zunehmend das Kommando und hatte auch mehrere hochkarätige Torgelegenheiten, scheiterte aber zunächst an Keeper Wächter. Die sonst so stabile HSV-Abwehr wirkte dort nicht immer sattelfest.

Skibbe sehnt sich nach einem Sieg

Doll war nach der Partie aber vollkommen zufrieden: "Wir haben in der ersten Halbzeit richtig guten Fußball gespielt. Es war toll, dass die Mannschaft trotz des frühen Rückstandes immer ihre Ordnung behalten hat. Wir sind wie gegen Dortmund wieder einem Rückstand hinterher gelaufen und ich bin stolz auf den Charakter dieser Truppe."

Bei seinem Kollegen Michael Skibbe, der auch nach seinem dritten Match als verantwortlicher Bayer-Coach auf den ersten Sieg wartet, hielt sich Enttäuschung in Grenzen: "Das war ein toller Pokal-Fight. Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft über weite Strecken zufrieden. Wir haben vor allem in der zweiten Halbzeit viele Zweikämpfe gewonnen, gut umgeschaltet und Torchancen herausgespielt. Ich hoffe, dass wir jetzt gegen Kaiserslautern an diese gute Leistung anknüpfen können und sie endlich mal in einen Sieg ummünzen können."

© SID

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