Fußball DFB-Pokal
„Kölle Alaaf" nach Sieg über Schalke

Schalke 04 hat wie im Vorjahr eine Bauchlandung im DFB-Pokal hingelegt und eine weitere Einnahmequelle frühzeitig verspielt. Der Bundesliga-Zweite kassierte in der zweiten Runde eine 2:4 (2:2, 0:2)-Niederlage nach Verlängerung beim Zweitligisten 1. FC Köln und verabschiedete sich damit nach dem Erstrunden-K.o. im Uefa-Cup auch aus dem nationalen Pokalwettbewerb. Schon im Vorjahr waren die "Königsblauen" nach einem blamablen 0:6 in Frankfurt in der zweiten Runde gescheitert. Für die Entscheidung zugunsten der Hausherren sorgten Thomas Broich in der 98. und Adil Chihi in der 111. Minute.

Durch ein Eigentor von Dario Rodriguez (34.) sowie einen Treffer von Milivoje Novakovic (36.) lagen die Hausherren zur Pause 2:0 vorne und konnten sich somit schon bei ihren Fans für die zuletzt dürftigen Ergebnisse in der zweiten Liga rehabilitierten. Die Schalker Tore durch Peter Lövenkrands (55.) und Rodriguez (75.) brachten die Königsblauen in die Verlängerung und zeugten von einer guten Moral, nachdem die Elf von Trainer Mirko Slomka bereits ab der 69. Minute in Unterzahl agieren musste. Zlatan Bajramovic hatte nach einer Tätlichkeit gegen den Kölner Ricardo Cabanas die Rote Karte gesehen. Der FC behielt am Ende im fünften Pokalduell gegen Schalke aber verdientermaßen zum vierten Mal die Oberhand.

Vor 50 000 Zuschauern im ausverkauften Kölner WM-Stadion war ein Klassenunterschied keineswegs zu sehen. Vielmehr war es der FC, der über weite Strecken das Spiel bestimmte und mit großem Willen und Laufbereitschaft die technische Überlegenheit der Schalker wettmachte und sich selbst eine Reihe von guten Tormöglichkeiten erspielte. So hatten vor dem Führungstreffer schon Cabanas (10.) und Salvatore Gambino (21.) gute Tormöglichkeiten.

Erstes Lövenkrands-Tor für Schalke

Doch erst ein Eigentor von Rodriguez bescherte dem FC die Führung. Nach einem Flankenversuch von Gambino lenkte Rodriguez den Ball unhaltbar für Schalkes Torhüter Frank Rost ins eigene Tor ab. Als sich die Schalker Hintermannschaft nach dem Rückstand noch nicht gefunden hatte, schlug der FC nur zwei Minuten später nochmal zu und traf durch Novakovic zum 2:0.

Nach der Pause brachte Slomka für den verletzten Kevin Kuranyi den Dänen Lövenkrands ins Spiel und bewies damit ein glückliches Händchen. Nach einem Schnitzer von Fabrice Ehret war der Däne zur Stelle und verkürzte auf 1:2. Danach warfen die Schalker alles nach vorne und drängten die Gastgeber trotz zahlenmäßiger Unterlegenheit weit in die eigene Hälfte zurück. Logische Folge war der Ausgleichstreffer von Rodriguez per Kopfball. In der Verlängerung hatten die "Geißböcke" aber erneut mehr vom Spiel und verließen verdient als Sieger das Feld.

© SID

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