Fußball DFB-Pokal
Köln schaltet den Meister aus

Der Meister tanzt nur noch auf zwei Hochzeiten: Durch eine 2:3 (0:2)-Niederlage beim Liga-Rivalen 1. FC Köln ist der VfL Wolfsburg bereits in der zweiten Runde aus dem DFB-Pokal ausgeschieden. Mit zwei Treffern ließ ausgerechnet der Kölner Stürmer Manasseh Ishiaku den ersten Titeltraum des deutschen Meisters in dieser Saison platzen.

Der Nigerianer, der zuvor seit 283 Tagen kein Pflichtspieltor für die Geißböcke geschossen hatte und bereits als Invalide verspottet wurde, leitete mit seinen Treffern in der 22. und 32. Minute den Kölner Sieg ein. In einer zwischenzeitlich turbulenten zweiten Halbzeit trafen zwar Edin Dzeko (54.) und Sascha Riether (66.) für den VfL, Sebastian Freis war aber zum zwischenzeitlichen 3:1 erfolgreich (65.). Wolfsburg verlor zudem Marcel Schäfer in der zweiten Minute der Nachspielzeit durch eine Gelb-Rote Karte wegen Meckerns.

Der viermalige Cup-Sieger aus Köln, der erst durch das 2:0 am Samstag beim VfB Stuttgart den ersten Bundesliga-Sieg in dieser Spielzeit gefeiert hatte, steht damit erstmals seit 2006/07 wieder im Achtelfinale. Die Wolfsburger, die erst einmal im Endspiel des DFB-Pokals standen (1995), schieden erstmals seit vier Jahren wieder in der 2. Runde aus und können sich nun auf die Titelverteidigung in der Liga und ihre Premieren-Saison in der Champions League konzentrieren. 39 Tage zuvor hatten die "Wölfe" in der Liga noch 3:1 in Köln gewonnen.

Vor nur etwa 31 500 Zuschauern, darunter gerade mal 100 aus Wolfsburg, tat der Meister im ersten Durchgang auch eindeutig zu wenig. Zwar hatte Dzeko nach einer Flanke von Zvjezdan Misimovic per Kopfball aus kurzer Distanz die große Chance zum 0:1 (16.), den ersten Treffer erzielten schließlich aber die Kölner, die sehr engagiert, dabei aber zunächst auch sehr fahrig wirkten. Nach einer schönen Flanke von Fabrice Ehret kam Ishiaku aber vor Nationalverteidiger Marcel Schäfer an den Ball und köpfte sein erstes Tor seit dem 13. Dezember 2008 (2:1 beim VfL Bochum).

Der 26-Jährige Ishiaku, im Vorjahr für knapp drei Mill. Euro vom MSV Duisburg verpflichtet, ersetzte nach scheinbar endlos langer Leidenszeit wie schon beim Sieg in Stuttgart den verletzten Kapitän Milivoje Novakovic. Und nachdem Dzeko Sekunden nach dem 1:0 den Ausgleich bei einem Pfostenschuss nur um Millimeter verpasste (23.), legte der Nigerianer noch einmal nach. Einen Freistoß von Lukas Podolski ließ VfL-Keeper Diego Benaglio in die Mitte abprallen und erneut Ishiaku drückte den Ball über die Linie.

Auch nach dem Wechsel brauchte der VfL einige Minuten, um in Schwung zu kommen und ermöglichte stattdessen Podolski die große Chance zur Entscheidung; der Nationalspieler verzog aber ganz knapp (49.). Wie schon im Liga-Spiel, als Podolski beim Stande von 1:0 eine Riesen-Möglichkeit vergab und das Kölner Schicksal seinen Lauf nahm, diente auch diese vergebene Gelegenheit als Wachmacher für Wolfsburg.

In der 54. Minute verschätzte sich Miso Brecko nach einer Flanke von Christian Gentner und Dzeko nutzte seine dritte große Chance der Partie eiskalt. Die Gäste waren wieder im Spiel und drückten nun mit Macht auf den Ausgleich. Auch den Schock durch Freis' Tor nach sehenswertem Pass von Podolski steckte der Meister weg und kam abermals zum Anschlusstreffer, wieder nach Flanke von Gentner.

© SID

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