Fußball DFB-Pokal
"Kopfloser" Schober kommt ungeschoren davon

Torhüter Mathias Schober von Hansa Rostock muss nach seinem Aussetzer im DFB-Pokalspiel gegen die Offenbacher Kickers nicht mit einer Sperre rechnen. Der Kopfstoß gegen OFC-Keeper Sead Ramovic hat keine Konsequenzen.

Das unsportliche Verhalten von Mathias Schober im DFB-Pokal-Achtelfinale hat keinerlei Folgen für den Keeper von Zweitligist Hansa Rostock. Obwohl Schober seinem Torwartkollegen Sead Ramovic bei der Niederlage gegen die Offenbacher Kickers (4:5 n.E.) eindeutig einen Kopfstoß verpasst hatte, werden keine Ermittlungen eingeleitet. Das bestätigte der Deutsche Fußball-Bund (DFB). "Die Gelbe Karte durch den Schiedsrichter ist eine Tatsachenentscheidung, so dass Herr Schober nachträglich nicht mehr bestraft werden kann", sagte Robert Weise vom Kontrollausschuss. Das Verfahren gegen den fälschlicherweise vom Platz gestellten Ramovic wurde vom DFB-Sportgericht eingestellt.

"Wahrnehmungsfehler" von Schiedsrichter-Assistent Lupp

Schober und Ramovic waren im Verlauf des Elfmeterschießens aneinander geraten. Der Rostocker versetzte dem Offenbacher schließlich einen Hieb mit dem Kopf, worauf beide Spieler theatralisch zu Boden gingen. Während Ramovic die Rote Karte sah, kam Schober mit einer Verwarnung durch Schiedsrichter Manuel Gräfe (Berlin) davon. Schiedsrichter-Assistent Stefan Lupp sei dabei ein "Wahrnehmungsfehler" unterlaufen, wie der DFB mitteilte.

Schober rechtfertigte nach dem Spiel seine Aktion. "Von Kopfstoß kann keine Rede sein. Wir haben uns beide fallen lassen. Wenn ich jemandem einen Kopfstoß verpasse, dann kann man damit rechnen, dass der andere blutet", sagte der 29-Jährige, der durch die TV-Bilder allerdings klar überführt wurde.

Dass ein Fußballprofi nach einem Feldverweis keine Sperre erhielt, ist zuvor erst dreimal vorgekommen. Sergej Barbarez (Hamburger SV), Hasan Salihamidzic (Bayern München) und Alexander Madlung (Hertha BSC Berlin) waren irrtürmlicherweise mit Feldverweisen bedacht und im Anschluss nicht bestraft worden. Offenbachs Zlatko Blaskic muss für seinen Platzverweis in Rostock hingegen büßen. Wegen rohen Spiels verhängte das Sportgericht auf Anklage des Kontrollausschusses zwei Spiele Sperre für Blaskic.

© SID

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