Fußball DFB-Pokal
Meister VfB und Bremen vor erster Hürde im Pokal

Heute heißt es im DFB-Pokal einmal mehr David gegen Goliath: Im Rahmen der ersten Runde tritt Meister VfB Stuttgart bei Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen-Wiesbaden an, Werder Bremen reist zu Eintracht Braunschweig.

Einmal mehr geht bei den Topfavoriten das große Zittern los, während sich die "Underdogs" auf das Highlight zum Auftakt der Saison freuen: Im DFB-Pokal stehen heute zwölf Spiele der ersten Hauptrunde auf dem Programm.

Auch Werder Bremen und Meister VfB Stuttgart greifen dabei ins Geschehen ein. Während die Hanseaten zum Regionalligisten Eintracht Braunschweig (15.30 Uhr) reisen, treten die Schwaben als Pokal-"Vize" bei Zweitliga-Aufsteiger SV Wehen-Wiesbaden (18.30 Uhr) an. Vom Papier her lösbare Aufgaben für die beiden Bundesligisten, aber der Pokal hat bekanntlich seine eigenen Gesetze.

Veh warnt: "Es wird ein gefährliches Spiel"

Das weiß auch der Stuttgarter Meistertrainer Armin Veh: "Ich muss schauen, dass ich meine Jungs richtig auf die Partie einstelle, denn der eigentliche Knaller zum Auftakt ist unser erstes Bundesliga-Heimspiel gegen Schalke", meinte Veh, den vor allem die Personalprobleme mit dem Trainingsrückstand zahlreicher Nationalspieler und Neuzgänge im Moment noch Sorgen bereiten. Fast auf seinen kompletten Sturm muss der VfB verzichten. Während Nationalstürmer Mario Gomez wegen Muskelproblemen ausfällt und der Brasilianer Cacau rotgesperrt ist, hat Neuzugang Ewerthon noch Trainingsrückstand. Dafür wird der erst in der vergangenen Woche verpflichtete Angreifer Ciprian Marica wohl von Beginn an auflaufen. "Es wird ein gefährliches Spiel, denn Wehen ist ein starker Zweitliga-Aufsteiger", glaubt Veh, der zudem auch im Mittelfeld auf Neuzugang Yildiray Bastürk verzichten muss.

Ohne elf verletzte Spieler reist Bremen nach Braunschweig. Trainer Thomas Schaaf muss bei den Niedersachsen auf die Abwehrspieler Pierre Wome, Clemens Fritz, Patrick Owomoyela und Petri Pasanen, die Mittelfeldspieler Torsten Frings, Frank Baumann, Leon Andreasen und Amaury Bischoff sowie die Angreifer Hugo Almeida, Ivan Klasnic und Aaron Hunt verzichten. "Wenigstens ist kein Torwart dabei", meinte Schaaf und ergänzte: "Jetzt müssen eben andere Spieler das Vertrauen rechtfertigen." In der vergangenen Saison scheiterten die Bremer bereits in der Auftaktrunde beim drittklassigen FK Pirmasens.

Haching-Coach Lorant mit breiter Brust

Die "Kleinen" sehen den Duellen mit den "Großen" durchaus selbstbewusst entgegen. Dabei gefiel sich vor allem Werner Lorant wieder einmal in der Rolle des Lautsprechers: "Wir sind sogar Favorit", behauptete der Trainer des Zweitliga-Absteigers Spvgg Unterhaching vor dem Spiel gegen Hertha BSC Berlin (15.30 Uhr), "denn wir haben in den Heimspielen immer tolle Leistungen gezeigt. Wir wollen möglichst weit kommen." Auch der Hauptstadt-Klub hat in Unterhaching Personalprobleme und muss auf die angeschlagenen Feldspieler Gilberto (Muskelfaserriss), Chinedu Ede (Fersenreizung) und Dennis Cagara (Adduktorenprobleme) verzichten.

Erst ein Jahr liegt die 0:1-Erstundenpleite von Bundesligist Energie Cottbus bei Rot-Weiss Essen zurück. "Wir haben noch einiges gutzumachen", sagt Trainer Petrik Sander und warnt: "Jeder sollte sich davor hüten zu sagen: Essen ist Regionalliga, und wir sind Bundesliga, das machen wir so im Vorbeigehen." Bei der Pokal-Neuauflage (15.30 Uhr) muss der Trainer auf Mittelfeldspieler Ervin Skela verzichten, der am Mittwoch im Training bei einem Zusammenprall eine schwere Beckenprellung erlitten hatte und auf unbestimmte Zeit ausfällt.

Die Spiele der ersten Runde am heutigen Samstag:

SV Sandhausen - Kickers Offenbach (14.00 Uhr), VfL Osnabrück - Borussia Mönchengladbach, SC Verl - TSV 1 860 München, FC St. Pauli - Bayer Leverkusen, 1. FC Magdeburg - Borussia Dortmund, Spvgg Unterhaching - Hertha BSC Berlin, Eintracht Braunschweig - Werder Bremen, Rot-Weiss Ahlen - Hannover 96, Rot-Weiss Essen - Energie Cottbus (alle 15.30 Uhr), SV Wilhelmshaven - 1. FC Kaiserslautern, SV Hasborn - Hansa Rostock, SV Wehen-Wiesbaden - VfB Stuttgart (alle 18.30 Uhr)

© SID

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