Fußball DFB-Pokal
Meyers verrückter Torwart-Coup

Der 1. FC Nürnberg hat durch einen Sieg im Elfmeterschießen gegen Hannover 96 zum ersten Mal seit 25 Jahren das Halbfinale des DFB-Pokals erreicht. Spielentscheidend war ein überraschender Psychotrick von Trainerfuchs Hans Meyer.

HB NÜRNBERG. Meyer wechselte extra für das Elfmeterschießen in der letzten Minute der Verlängerung Torhüter Daniel Klewer für Raphael Schäfer ein – und der „Strafstoßkiller“ parierte am Dienstagabend im entscheidenden Shoot-Out die Schüsse von Silvio Schröter und Jiri Stajner und sorgte somit für den umjubelten 4:2 (0:0, 0:0)-Erfolg der Franken über Hannover 96. Durch den Sieg kann Nürnberg auch weiter vom Einzug in den Europacup träumen.

Bereits im Achtelfinale hatte der FCN im Nervenspiel vom Punkt gegen die Spvgg Unterhaching die Oberhand behalten, damals hatte Klewer gleich vier Schüsse gehalten. Nun bestätigte er diese Leistung mit einem weiteren glanzvollen Einsatz. „Ich bin überwältigt. Ich habe alle Götter angerufen, mir zu helfen“, sagte der strahlende Matchwinner Klewer. Teamkollege Dominik Reinhardt jubelte mit dem Schlussmann. „Er hat wieder zwei gehalten. Das ist gigantisch. Wir sind einfach froh, im Halbfinale zu stehen“, sagte der Verteidiger.

Bei 96 herrschten dagegen lange Gesichter vor. Hannover, zuletzt in der Bundesliga seit fünf Spielen ohne Niederlage, verpasste die große Chance, nach dem Triumph 1992 im Pokal wieder so weit vorzustoßen.

Schroth schmerzlich vermisst

In einer keineswegs hochklassigen, aber intensiven und interessanten Pokalbegegnung hatten die Nürnberger nach nervösem Beginn mehr vom Spiel. Die erste große Möglichkeit hatte allerdings Hannover. In der 15. Minute verfehlte Frank Fahrenhorst nach Flanke von Szabolcs Huszti einen Kopfball nur knapp, den Abpraller brachte der Verteidiger dann aus zwei Metern nicht an FCN-Keeper Raphael Schäfer vorbei. Für den "Club" war dies offenbar ein Warnschuss zur rechten Zeit. In der Folge ließ das Team von Hans Meyer, das dieses Duell in der Liga vor neun Wochen 3:1 gewonnen hatte, Hannover kaum mehr ins Spiel kommen und erarbeitete sich trotz einiger Fehler im Spielaufbau selbst Chancen.

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