Fußball DFB-Pokal
Offenbach schmeißt Dortmund aus dem DFB-Pokal

Drittligist Kickers Offenbach hat Fußball-Deutschland überrascht und Bundesliga-Topteam Borussia Dortmund mit 4:2 im Elfmeterschießen aus dem DFB-Pokal geworfen.

Drittliga-Tabellenführer Kickers Offenbach hat den Bundesliga-Zweiten Borussia Dortmund im DFB-Pokal blamiert. Der OFC gewann gegen die zuletzt so starke Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp mit 4:2 im Elfmeterschießen und steht erstmals seit der Saison 2006/2 007 wieder im Achtelfinale. Die 120 Minuten zuvor waren torlos geblieben.

Vier Tage vor dem Liga-Gipfel am Sonntag beim Tabellenführer FSV Mainz 05 scheiterten die BVB-Torjäger Lucas Barrios und Robert Lewandowski an Offenbachs Torhüter Robert Wulnikowski, bevor Sehad Mehic als letzter OFC-Schütze den Triumph der Hessen perfekt machte.

"Das Spiel war so schwer wie wir es erwartet haben. Wir waren ständig am Drücker, doch es hat die Durchschlagskraft gefehlt. Am Ende war dann alles angerichtet für eine Sensation", meinte BVB-Coach Klopp, und sein Offenbacher Amtskollege Wolfgang Wolf ergänzte: "Wir wollten die Null so lange wir möglich halten, das ist gelungen. Im Elfmeterschießen spielt dann auch das Glück eine große Rolle."

Kein Zwei-Klassen-Unterschied zu erkennen

Die Westfalen mussten vor 25 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg über den gesamten Spielzeit an ihre Grenzen gehen, von einem Zwei-Klassen-Unterschied war kaum etwas zu sehen. Die Kickers kämpften bedingungslos gegen die spielerisch deutlich besseren Gäste und kamen im ersten Abschnitt sogar zu zwei hochkarätigen Torchancen.

Zunächst scheiterte der wiedergenesene Mittelfeldspieler Elton da Costa mit einem Freistoß an BVB-Schlussmann Roman Weidenfeller (5.). Erneut der bereits seit Wochen starke Weidenfeller verhinderte nach einem überraschenden 25-Meter-Schuss von Nils Teixeira mit den Fingerspitzen den Rückstand (25.), als er den Ball an die Latte lenkte.

Allerdings kamen auch die Dortmunder immer wieder gefährlich vor das Tor der Offenbacher. Zunächst konnte Shinji Kagawa OFC-Schlussmann Robert Wulnikowski aus aussichtsreicher Position nicht überwinden (7.). In der 20. Minute parierte der ehemalige Schalker Wulnikowski dann glänzend gegen Robert Lewandowski. Zudem setzte Dortmunds Top-Torjäger Lucas Barrios freistehend einen Kopfball deutlich über das Offenbacher Tor (24.). Kurz vor der Pause klärte der gute Offenbacher Verteidiger Teixeira einen Schuss von Barrios gerade noch vor der Torlinie (39.).

Wolfs Team übernimmt

Nach dem Seitenwechsel übernahm zunächst die Mannschaft von Trainer Wolfgang Wolf die Initiative. Während der BVB zunehmend seine Ordnung verlor, drängten die Offenbacher angetrieben von ihrem frenetischen Publikum auf den Führungstreffer. Dagegen gelang den Borussen zu Beginn des zweiten Abschnitts so gut wie gar nichts mehr. Zahlreiche Fehlpässe prägten nun das Spiel der Gäste. Und auch bei den wenigen Standardsituationen strahlte die Klopp-Elf keine Torgefahr aus.

Der OFC musste gegen Dortmund auf den in dieser Saison bislang besten Vorlagengeber Denis Berger verzichten, sein Fehlen machte sich aber kaum bemerkbar. Dagegen konnten die Westfalen die Ausfälle von Jakub Blaszczykowski und Sven Bender nicht kompensieren. In der Startformation stand auch Antonio da Silva, der den Dortmundern am vergangenen Sonntag mit seinem Tor in der Nachspielzeit das glückliche 1:1 gegen Hoffenheim rettete. In Offenbach enttäuschte der Brasilianer aber auf ganzer Linie.

© SID

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