Fußball DFB-Pokal
"Rote Teufel" wollen über Mainz ins Viertelfinale

Heute wird das Achtelfinale im DFB-Pokal mit drei Partien eröffnet. Dabei kommt es zum rheinland-pfälzischen Derby zwischen dem 1. FC Kaiserslautern und dem FSV Mainz 05. Außerdem empfängt Bielefeld Unterhaching.

Die Hinrunde in der Bundesliga haben sich die Verantwortlichen beim Bundesligisten 1. FC Kaiserslautern gewiss anders vorgestellt: Nach 17 Spieltagen stehen für die "Roten Teufel", die in der Halbserie in Michael Henke bereits einen Trainer beurlaubten, elf Niederlagen und lediglich zwölf Zähler zu Buche. Heute jedoch steht das Achtelfinale im DFB-Pokal für die Elf von Trainer Wolfgang Wolf auf dem Programm. Ein Weiterkommen gegen den rheinland-pfälzischen Konkurrenten FSV Mainz 05 könnte die Fans am Betzenberg wohl halbwegs versöhnen.

"Wir wollen unbedingt im Pokal überwintern. Für uns geht es auch um die Chance, ein bisschen Geld einzunehmen", erklärte FCK-Coach Wolfgang Wolf vor der heutigen Partie (20.30 Uhr/live im ZDF) im Fritz-Walter-Stadion. Wohl nur bei einem Erfolg kann Wolf darauf hoffen, dass ihm der scheidende Vorstands-Chef Rene C. Jäggi den Wunsch nach neuen Spielern in der Winterpause erfüllt.

Wolf und FCK brennen auf Revanche

Für Wolf und die Roten Teufel ist das Spiel gegen den FSV zudem die Möglichkeit zur doppelten Revanche. Das 1:4 Ende Oktober in Mainz kostete Wolf den Job beim 1. FC Nürnberg. Der FCK musste beim 2:3 in der vergangenen Spielzeit in Mainz sowie beim 0:2 am sechsten Spieltag auf dem Betzenberg zwei Derbypleiten in Folge hinnehmen.

"Wir haben einiges gut zu machen", meint Stürmer Halil Altintop, der am vergangenen Samstag beim 3:2 gegen den VfL Wolfsburg und dem ersten Sieg unter Wolf seine Saisontreffer elf bis 13 erzielte. Für seinen Einsatz am Dienstag gab Altintop trotz leichter Knieprobleme Entwarnung: "Es wird gehen."

Dass die Pfälzer Liga und Pokal trennen können, bewiesen sie 1996. Im Abstiegsjahr holten sie zum zweiten Mal nach 1990 den Cup. Zuletzt standen sie 2003 gegen Bayern München (1:3) im Finale.

Geringerer Druck lastet auf dem FSV. "Es war ein phantastisches Jahr - auch ein Aus im Pokal würde diese Bilanz nicht schmälern", meinte Präsident Harald Strutz: "Aber natürlich wollen wir nach 1965 und 1999 zum dritten Mal in die Runde der besten Acht einziehen."

Klopp will keine Diskussionen mit dem Bäcker haben

Trainer Jürgen Klopp, der im Vorjahr beim ersten Erstliga-Duell der beiden Klubs (0:2) nach überzogener Kritik am Schiedsrichter auf die Tribüne verwiesen worden war, ist erneut heiß: "Ich will mich am Mittwoch beim Bäcker nicht fragen lassen müssen, warum wir nicht gewonnen haben."

Rund 10 000 Fans begleiten den FSV und hoffen auf einen ähnlichen Coup wie Ende September, als die Mainzer nach fünf Auftaktpleiten ausgerechnet durch das 2:0 in Lautern ihre Negativserie stoppten. Der rheinland-pfälzische Ministerpräsident und FCK-Edelfan Kurt Beck hat sich hingegen Objektivität auferlegt.

Zum zweiten Mal in Folge will Bundesligist Arminia Bielefeld gegen Zweitligist Spvgg. Unterhaching ins Viertelfinale einziehen. "Wir wollen die große Chance nutzen, auch wenn wir den Gegner nicht unterschätzen. Für den Ruf des Vereins sowie aus finanzieller Sicht wäre das eine tolle Sache", erklärte Arminias Trainer Thomas von Heesen. Zuletzt scheiterten die Bielefelder erst im Halbfinale an den Bayern (0:2). Ebenfalls zum zweiten Mal in Folge den Sprung ins Viertelfinale hat der SC Freiburg im Visier. Die Breisgauer empfangen im Zweitliga-Duell 1 860 München.

© SID

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