Fußball DFB-Pokal
Schalke bezwingt Hannover im Nachsitzen

Mit zwei Toren in der Verlängerung hat der FC Schalke 04 in der zweiten Runde des DFB-Pokals den Bundesliga-Konkurrenten Hannover 96 2:0 ausgeschaltet. Robert Enke (97./Eigentor) und Kevin Kuranyi (119.) trafen.

Schalke 04 hat seine tadellose Pokalbilanz in der Arena weiter aufpoliert und den ersten Schritt aus der Krise gemacht. Mit einem 2:0 (0:0) nach Verlängerung gegen Hannover 96 zogen die "Königsblauen" nach zuletzt vier Pflichtspielen ohne Sieg ins Achtelfinale des DFB-Pokals ein und feierten in der sechsten Cup-Begegnung in ihrem neuen Stadion den sechsten Erfolg.

Für die Vorentscheidung sorgte jedoch Hannovers Torhüter Robert Enke, der den vom Pfosten abprallenden Ball nach einer Flanke von Rafinha unglücklich ins eigene Gehäuse lenkte (97.). Kevin Kuranyi setzte in der 119. Minute nach einem Konter den Schlusspunkt.

Allerdings bot die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka, die in den vergangenen beiden Jahren jeweils in der zweiten Runde ausgeschieden war, drei Tage nach dem 1:1 gegen Werder Bremen über weite Strecken eine erschreckend schwache Leistung. Doch auch die Niedersachsen, die zuletzt fünfmal in Folge in der Bundesliga nicht verloren hatten, passten sich dem extrem niedrigen Niveau an und verpassten erstmals seit 2003 wieder die Runde der letzten 16.

"Unterm Strich ist der Sieg aufgrund der Cancen verdient", sagte Slomka, "aber es war eine katastrophale erste Halbzeit. Wir wollten unsere Überzahl im Mittelfeld ausnutzen, das hat nicht funktioniert. Richtig gut wurde es erst mit der Umstellung auf 4-3-3, plötzlich hatten wir Chancen zuhauf."

60 224 Zuschauer sahen ein ganz schwaches Pokalspiel, in dem beiden Mannschaften nicht nur die Ideen, sondern phasenweise selbst die fußballerischen Grundlagen fehlten. Ballstafetten über mehr als drei Stationen waren die Ausnahme, meist verstolperten die Akteure das Spielgerät schon im Mittelfeld. Zudem tappten die Gastgeber immer wieder in die Abseitsfalle des 96er. Die Gäste, die sich zunächst ganz auf die Defensive beschränkten, erkannten erst Mitte der ersten Halbzeit, dass beim schwachen Gastgeber durchaus ein Sieg möglich war. Allerdings ging die Mannschaft von Trainer Dieter Hecking mit ihren Konterchancen sehr fahrlässig um.

Fahrenhorst im Gück

Die größte Torchance für Schalke in der ersten Halbzeit fabrizierte bezeichnenderweise ein Gäste-Spieler. Nach einer Flanke von Jermaine Jones setzte Frank Fahrenhorst den Ball an die Latte des eigenen Tores (25.). Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte zudem Kevin Kuranyi seine einzige Torchance im ersten Durchgang, sein Kopfball strich am Tor vorbei (39.).

Nach dem Seitenwechsel wurde das Niveau nicht besser, die Ballverluste auf beiden Seiten häuften sich, nur selten gab es gelungene Spielzüge. Dennoch hatte Schalke die eine oder andere gute Torchance. Zunächst scheiterte der eingewechselte Peter Lövenkrands an Gäste-Keeper Robert Enke (65.), dann rettete Szabolcs Huszti nach einem Kopfball von Marcelo Bordon für den geschlagenen Enke auf der Linie (79.). In der Verlängerung verhinderte Torhüter Manuel Neuer mit einer Glanzparade nach einem Kopfball von Mike Hanke (104.) den möglichen Ausgleich.

© SID

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