Fußball DFB-Pokal
Siebter Streich für Frankfurts Frauen

Bereits zum siebten Mal hat sich der 1. FFC Frankfurt den DFB-Pokal gesichert. Im Finale von Berlin setzten sich die Frankfurterinnen 5:1 (1:1) gegen den 1. FC Saarbrücken durch.

Die Fußballerinnen des 1. FFC Frankfurt haben trotz eines Fehlstarts bei ihrer zehnten Finalteilnahme in Folge zum siebten Mal den DFB-Pokal gewonnen und können vom zweiten Triple der Vereinsgeschichte träumen. Der sechsmalige deutsche Meister setzte sich im Endspiel nach einer Steigerung in der zweiten Halbzeit mit 5:1 (1:1) gegen den Außenseiter 1. FC Saarbrücken durch und baute seinen Vorsprung in der ewigen Siegerliste des Cup-Wettbewerbs vor dem FSV Frankfurt und der TSV Siegen (beide fünf Siege) aus.

Für das Team von FFC-Trainer Hans-Jürgen Tritschoks trafen bei der erfolgreichen Titelverteidigung im Berliner Olympiastadion Petra Wimbersky (22.), Conny Pohlers (50./59.), Kerstin Garefrekes (54.) und Brigit Prinz (75.). Für den Bundesliga-Aufsteiger aus dem Saarland, für den es die erste Final-Teilnahme war, hatte Natalie Budge (4.) zunächst die frühe Führung erzielt. Zudem parierte Saarbrückens Torfrau Romina Holz einen Foulelfmeter von Nationalspielerin Renate Lingor (12.). Die Weltmeisterin musste zudem in der 73. Minute verletzt ausgewechselt werden. Nach einer ersten Diagnose erlitt Lingor eine Schulterluxation und einen Schlüsselbeinbruch, die Saison ist für sie damit wohl vorzeitig beendet.

Um den zweiten Dreifach-Triumph der Vereinsgeschichte nach 2002 auch ohne Lingor perfekt zu machen, müssen sich die Frankfurterinnen im Uefa-Cup-Finale Ende Mai gegen den schwedischen Meister Umea IK sowie in der Meisterschaft durchsetzen. In der Bundesliga liegt der Titelverteidiger und fünfmalige Double-Sieger derzeit zwei Punkte hinter Spitzenreiter FCR Duisburg, hat aber zwei Partien weniger absolviert.

Zuschauer erleben furiosen Auftakt

Die 10 000 Zuschauer, die vor dem Herren-Finale das unterhaltsame 28. Frauen-Endspiel verfolgten, erlebten einen furiosen Auftakt. Für den Favoriten aus Hessen, bei dem Kapitänin Tina Wunderlich zum zehnten Mal in Folge im Pokalfinale auflief, traf Stürmerin Pohlers in der 2. Minute per Kopf nur die Latte. Den Nachschuss von Nationalspielerin Garefrekes klärte die 22-jährige Budge knapp hinter der Torlinie, doch Schiedsrichterin Daniela Schneider (Limbach) ließ weiterspielen.

Auf der Gegenseite nutzte die völlig allein gelassene US-Amerikanerin Budge die erste Chance zur Führung. Frankfurt zeigte sich einige Minuten geschockt und vergab durch Lingor den Elfmeter, nachdem Josephine Henning im Strafraum Prinz gefoult hatte. Zehn Minuten später konnte Wimbersky aber eine schöne Kombination über Karolin Thomas zum verdienten Ausgleich abschließen.

Frankfurt nach dem Wechsel druckvoller

Beide Klubs, die für die Finalteilnahme jeweils rund 70 000 Euro TV-Einnahmen verbuchten, suchten bis zur Halbzeitpause den Weg zum gegenerischen Tor. Frankfurt drängte den Liga-Achten zwar in die Defensive und hätte durch Pohlers (45.) erhöhen können, die Saarbrückerinnen blieben jedoch bei Kontern brandgefährlich. "Ich glaube nicht, dass die Frankfurterinnen Saarbrücken unterschätzt haben. Das Ergebnis ist aber auch für mich bisher überraschend", sagte Bundestrainerin Silvia Neid als Tribünengast in der Pause.

Nach dem Seitenwechsel steigerte der haushohe Favorit aus Hessen den Druck, gewann zunehmend an Spielkontrolle und stellte die Weichen durch drei Treffer in neun Minuten nach einer Stunde auf Sieg. Die Saarländerinnen mussten dagegen dem hohen Tempo des ersten Durchgangs Tribut zollen.

© SID

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