Fußball DFB-Pokal
Stuttgarts Stürmer stechen gegen Bielefeld

Der VfB Stuttgart darf weiter auf drei Hochzeiten tanzen. Nach Treffern von Cacau und Ciprian Marica zum 2:0 gegen Bielefeld stehen die Schwaben im Achtelfinale des DFB-Pokals.

Der VfB Stuttgart hat das Achtelfinale im DFB-Pokal erreicht. Die Mannschaft von Trainer Armin Veh setzte sich im Bundesliga-Duell gegen Arminia Bielefeld glanzlos, aber verdient mit 2:0 (1:0) durch. Die Tore in einem über weite Strecken mäßigen Fußballspiel erzielten Cacau (18.) und Ciprian Marica (65.).

Der Brasilianer Cacau, der jüngst nach einer rund zweimonatigen Verletzungspause zurückgekehrt war, leitete mit seinem ersten Pflichtspieltreffer der Saison das Aus der Ostwestfalen ein, die 2005 und 2006 jeweils das Halbfinale erreicht hatten. Marica sorgte dann für die Entscheidung.

"Der Sieg war verdient. So richtig sind wir nicht gefordert worden", meinte VfB-Schlussmann Jens Lehmann nach dem Erfolg.

Schwache Kulisse in Stuttgart

Vor nur 8 500 Zuschauern in der Stuttgarter Arena begannen beide Mannschaften zunächst äußerst verhalten und konnten in der Offensive keine Akzente setzen. Erwartungsgemäß hatte der Bundesliga-Dritte aus Stuttgart gegen die defensiv eingestellten Gäste zwar Feldvorteile, doch bis zum Führungstreffer durch Cacau entstand daraus keine Gefahr.

VfB-Coach Veh hatte überraschend auf Nationalstürmer Mario Gomez verzichtet, der 90 Minuten von der Bank aus zuschaute. Für den 23-Jährigen stand Marica in der Anfangsformation. Gästetrainer Michael Frontzeck musste dagegen unter anderem verletzungsbedingt auf den angeschlagenen Torjäger Artur Wichniarek (Knie), der in der laufenden Bundesligasaison bereits fünfmal getroffen hat, und Kapitän Rüdiger Kauf (Sprunggelenk) verzichten.

Mit der ersten nennenswerten Gelegenheit des Spiels brachte dann Cacau die Schwaben in Führung, als er ein schönes Zuspiel von Kapitän Thomas Hitzlsperger von der Strafraumgrenze am machtlosen Arminia-Keeper Dennis Eilhoff vorbei einschoss.

Arminia weitgehend harmlos

Nach der VfB-Führung versuchte Bielefeld zwar auch etwas für die Offensive zu tun, blieb dabei aber weitgehend harmlos. Die Stuttgarter kontrollierten in der Folge das Geschehen und gerieten erst gegen Ende der ersten Halbzeit etwas unter Druck. Markus Bollmann, der den gelb-rot-gesperrten Michael Lamey vertrat, hatte die Chance zum Ausgleich auf dem Fuß, verzog aber knapp (38.).

In der zweiten Halbzeit hatte der VfB frühzeitig die Möglichkeit, für die Vorentscheidung zu sorgen. Allerdings reagierte Schlussmann Eilhoff in der 48. Minute bei einer Doppelchance von Marica und Cacau jeweils glänzend.

Stuttgart blieb trotz der nun etwas mutiger werdenden Gäste das spielbestimmende Team und kam nach einem haarsträubenden Ballverlust an der Strafraumgrenze von Jonas Kamper und dem anschließenden Querpass von Ludovic Magnin zum zweiten Treffer durch Marica.

Frontzeck, der 1992 mit dem VfB deutscher Meister geworden war, versuchte durch die Hereinnahme von Daniel Halfar und Zlatko Janic die Offensive zu beleben. Doch der VfB brachte den Vorsprung weitgehend ungefährdet über die Zeit.

© SID

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