Fußball DFB-Pokal
Titelverteidiger Nürnberg im Pokal ausgeschieden

Titelverteidiger 1. FC Nürnberg ist in der zweiten Runde des DFB-Pokals ausgeschieden. Die Franken unterlagen beim Zweitligisten FC Carl Zeiss Jena mit 4:5 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 2:2 stand.

Pokal-K.o. für den Titelverteidiger: Trotz zweimaliger Führung und fast 60-minütiger Überzahl ist der 1. FC Nürnberg in der zweiten Runde des DFB-Pokals gescheitert. Die Franken verloren beim Zweitliga-Vorletzten Carl-Zeiss Jena mit 4:5 im Elfmeterschießen, nachdem es nach 120 Minuten 2:2 (1:1, 1:0) gestanden hatte. Damit blamierte sich der "Club" nach dem schwachen Saisonstart in der Bundesliga auch im Cup-Wettbewerb nach Kräften.

Zum Pechvogel des FCN wurde Dominik Reinhardt, der seinen Elfmeter über das Tor schoss. Für FCN-Trainer Hans Meyer geriet die Rückkehr in seine Thüringer Heimat nach 13 Jahren zum Desaster, während die Einheimischen ihren erst dritten Sieg im 14. Saison-Pflichtspiel frenetisch feierten.

Der hohe Favorit aus Franken ging bereits nach elf Minuten durch einen Treffer von Zvjezdan Misimovic nach feiner Vorarbeit von Kapitän Tomas Galasek in Führung. Sandor Torghelle schaffte nach 56 Minuten den zu diesem Zeitpunkt überfälligen Ausgleich. Kurz darauf allerdings wurde der Torschütze wegen wiederholten Foulspiels mit Gelb-Rot des Feldes verwiesen (68.). Nach Alexander Mauls Eigentor (95.) kam Jena in Unterzahl erneut zum Ausgleich durch Robert Müller (114.).

Nürnberg musste kurzfristig neben dem am Oberschenkel verletzten Peer Kluge auch Stürmer Angelos Charisteas ersetzen, dessen Sprunggelenksverletzung beim letzten Punktspiel in Wolfsburg (1:3) wieder aufgebrochen war. Für den Griechen rückte Joshua Kennedy in die Startelf. Im Tor gab Coach Hans Meyer, der 1971 in Jena sein Trainer-Debüt erlebt hatte, wie erwartet dem Pokalhelden der Vorsaison, Daniel Klewer, eine Chance. Jenas Trainer Valdas Ivanauskas brachte im Vergleich zur letzten 1:2-Heimpleite gegen Freiburg gleich vier neue Spieler.

Im seit Wochen mit 15 600 Zuschauern (Nachwende-Rekord) ausverkauften Ernst-Abbe-Sportfeld übernahm überraschend von Beginn an Jena das Kommando und schnürte die sichtlich beeindruckten Nürnberger phasenweise in der eigenen Hälfte ein. Zudem verletzte sich Nürnbergs Kreativspieler Jaouhar Mnari schon nach sieben Minuten und wurde später durch Marco Engelhardt ersetzt.

Die Führung gab dem nach schlechtem Saisonstart verunsicherten Bundesligisten keine Sicherheit. Immer wieder störten vermeidbare Abspielfehler den Spielaufbau. Einzig Misimovic (16. und 30.) sowie Kennedy (27.) tauchten noch gefährlich vor dem Jenaer Tor auf. Die eindeutig engagierteren Gastgeber vergaben durch Tobias Werner (18. und 45.) ihre beiden besten Chancen.

Die zweite Halbzeit begann mit einer Spielunterbrechung. Aus dem etwa 1 500 Mann starken Nürnberger Fanblock vernebelten Rauchbomben und Feuerwerksraketen kurzzeitig die Szenerie. Danach übernahm Jena sofort wieder das Kommando. Zum Ausgleich fehlten nur Zentimeter, als ein Freistoß von Jan Simak vom Innenpfosten ins Feld zurück sprang (52.). Vier Minuten war Torghelles mit einem Lupfer dann erfolgreich. Nach dem Feldverweis des offenbar übermotivierten Torghelle übernahm jedoch Nürnberg die Initiative. Jena-Coach Ivanauskas wurde in der 105. Minute wegen Meckerns auf die Tribüne verwiesen.

© SID

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