Fußball DFB-Pokal
„Undankbare Aufgabe" für schwächelnde Bayern

Druck ist Felix Magath gewohnt, vor dem heutigen DFB-Pokal-Spiel (20.30 Uhr/live in der ARD) gegen Zweitligist 1. FC Kaiserslautern zeigte sich der Trainer von Bayern München aber dennoch angespannt. Nach der Bundesliga-Pleite bei Werder Bremen hielt Magath seinen Spielern am Montagnachmittag eine kurze, aber bestimmte Standpauke. Dabei beließ er es zunächst. "Wir haben ja den Pokal vor der Brust", sagte Magath.

"Unser Ziel ist erneut das Finale", betont Magath, allerdings mag er vor der Zweitrundenpartie gegen die zweitklassigen Pfälzer auch nicht verhehlen, dass seiner derzeit so wankelmütigen Mannschaft abermals Gefahr droht. "Es wird eine unangenehme und undankbare Aufgabe. Wir dürfen den Gegner nicht unterschätzen", sagt der 53-Jährige. Ob die Niederlage in Bremen schon gegen Kaiserslautern zu Konsequenzen für seine Spieler führen wird, ließ der Trainer offen, er kündigte aber auch an, "nicht tatenlos zusehen" zu wollen.

Kahn warnt Mitspieler

Kaiserslauterns Trainer Wolfgang Wolf passt die Niederlage der Bayern am vergangenen Samstag auch nicht in den Kram. "Das schmeckt mir gar nicht, jetzt werden sie hoch motiviert sein", befürchtet er, hofft jedoch auch: "Vielleicht können wir die Bayern ja ein bisschen ärgern." Seine Spieler geben sich etwas selbstbewusster. "Die Bayern schlagen? Kein Problem", behauptet Mannschaftskapitän Matthieu Beda. Seit dem 1:0 am Sonntag bei 1 860 München bereiten sich die Lauterer in Erding vor den Toren von München auf die Partie vor.

Oliver Kahn geht auf jeden Fall nicht davon aus, dass die zweite Hürde auf dem Weg zur erneuten Titelverteidigung problemlos zu meistern sein wird für den Double-Gewinner der vergangenen beiden Jahre. "Das ist kein gutes Spiel, sondern ein verdammt gefährliches. Denn Lautern war in München immer unbequem und hat außerdem null zu verlieren. Und als Favorit haben wir uns in der Saison immer schwer getan", verkündete der Mannschaftskapitän via "Bild" und riet seinen Vorderleuten eindringlich, das Spiel ernst zu nehmen.

Aachens Frontzeck selbstsicher

Die Bayern sind nicht der einzige Bundesligist, dem der Pokal als Chance zur Wiedergutmachung dienen soll. Auch wenn derzeit ein angeblicher Wechsel von Rudi Völler zu Eintracht Frankfurt für den größten Wirbel bei Bayer Leverkusen nach dem 1:2 in der Bundesliga gegen den Hamburger SV sorgt, wäre eine Niederlage bei Zweitligist MSV Duisburg sicher nicht weniger belastend für das Betriebsklima. "Wir behalten die Ruhe", behauptet Bayer-Boss Wolfgang Holzhäuser im "Express" jedoch und betont: "Skibbe ist kein Thema." Noch nicht.

Besser scheint die Laune bei Alemannia Aachen - trotz des 1:2 am Samstag gegen Energie Cottbus. "Ich habe nichts gesehen, was mich unruhig werden lässt", versicherte Trainer Michael Frontzeck vor dem Gastspiel von Zweitligist Erzgebirge Aue am heimischen Tivoli. Gegen Zweitligisten tätig sind auch der 1. FC Nürnberg (beim SC Paderborn) und Eintracht Frankfurt (bei Rot Weiss-Essen); beide Bundesligisten können sich vor der Partie immerhin sicher sein, dass sie ihrem Ruf als "Remis-Könige" diesmal nicht gerecht werden können.

Wollitz wartet auf "Fohlen"

Null zu verlieren, viel zu gewinnen - wie das geht, haben in der ersten Runde die Stuttgarter Kickers demonstriert. Nach ihrem Sieg gegen den Hamburger SV will sich der Regionalligist nun einen weiteren Bundesligisten zur Brust nehmen - Hertha BSC Berlin. "Das wird ein heißer Tanz, da braucht man kein Prophet sein", befürchtet Hertha-Manager Dieter Hoeneß. Und Kickers-Trainer Robin Dutt drohte den Berlinern schon mal: "Wir wollen nicht nur unseren Spaß haben, sondern auch Erfolg."

Borussia Mönchengladbach hat zurzeit Erfolg - allerdings nur bei Heimspielen. In der Bundesliga holten die Rheinländer auswärts noch keinen Punkt, und an den VfL Osnabrück haben sie auch schlechte Erinnerungen. Vor 14 Jahren gab es beim heutigen Regionalligisten nach der Führung zur Pause noch ein 1:4. Claus-Dieter "Pele" Wollitz war damals mit einem Treffer und drei Vorlagen der überragende Mann für Osnabrück. Ein gutes Omen: Derzeit ist er Trainer an der Bremer Brücke.

© SID

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