Fußball DFB-Pokal: Viel Brisanz im Main-Derby am Bieberer Berg

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Viel Brisanz im Main-Derby am Bieberer Berg

In ihren Ligen schwächelten die Kickers Offenbach und Eintracht Frankfurt zuletzt, im Viertelfinale des DFB-Pokal soll heute im Main-Derby die Trendwende geschafft werden. Der 1. FC Nürnberg empfängt zudem Hannover 96.

Auf der Suche nach einem Weg aus der momentane Krise setzen Eintracht Frankfurt und die Kickers Offenbach gleichermaßen auf ein Erfolgserlebnis im DFB-Pokal. Ein Sieg im Viertelfinale beim Erzrivalen Offenbach soll der in der Bundesliga auf einen Abstiegsplatz abgestürzte Eintracht wieder auf die Beine helfen - doch auch Offenbach hofft auf eine Trendwende. Das 146. Derby überstrahlt heute (20.30 Uhr/live im ZDF) sogar die beiden Erstliga-Duelle zwischen dem 1. FC Nürnberg und Hannover 96 sowie dem VfL Wolfsburg und Bayern-München-Bezwinger Alemannia Aachen.

"Wir wissen um die Brisanz dieser Partie und die Bedeutung - auch für unsere Fans", erklärte Eintracht-Vorstandsboss Heribert Bruchhagen und gibt sich trotz der prekären Situation optimistisch: "Ich bin mir sicher, dass wir in Offenbach gewinnen, und wir danach auch in der Liga wieder in die Erfolgsspur zurückfinden." So wie im Vorjahr, als die Frankfurter sich mit dem Einzug ins Finale das nötige Selbstvertrauen für den Kampf um den Klassenerhalt holten.

Bruchhagen stärkt Funkel den Rücken

Doch nach acht Punktspielen in Folge ohne Sieg - den letzten Erfolg feierte die Eintracht am 19. Dezember 2006 mit einem 3:1 n.V. im Pokal-Achtelfinale gegen den 1. FC Köln - kann auch Bruchhagen eine "Verunsicherung" nicht leugnen. Trainer Friedhelm Funkel steht trotzdem nicht in Frage. "Mannschaft und Trainer genießen weiter unser volles Vertrauen", stellte Bruchhagen mit Nachdruck fest.

Während Ioannis Amanatidis nach Sprunggelenk-Problemen ebenso wieder zur Verfügung steht wie der zuletzt rot-gesperrte Christoph Spycher, ist der verletzte Kapitän Jermaine Jones zum Zuschauen verdammt. Der Pokal-Held von 2003, der die Eintracht im letzten Derby im Elfmeterschießen in die zweite Runde brachte, will aber vor Ort die Daumen drücken: "Wenn ich die Krücken weglegen kann, bin ich im Stadion."

Frank baut auf "heiße Hölle" am Bieberer Berg

Die Kickers setzen vor 24 000 Zuschauern auf dem ausverkauften Bieberer Berg auf die Rückendeckung der Fans. "Am Dienstag muss die Hölle heiß sein", meinte OFC-Coach Wolfgang Frank. Im Vorjahr schied der Pokalsieger von 1970 im Viertelfinale mit 3:5 n.E. bei Arminia Bielefeld aus. Doch gegen die Eintracht soll der erste Einzug in die Vorschlussrunde seit 1990 perfekt gemacht werden.

Co-Trainer Manfred Binz, zwölf Jahre Profi bei der Eintracht, ist trotz vier Niederlagen in der 2. Bundesliga in Folge "sicher, dass wir gewinnen" und schürte die ohnehin aufgeladene Stimmung: "Mit der Eintracht verbindet mich eigentlich nichts mehr. Es ist ja bekannt, dass sich der Klub nicht für seine ehemaligen Spieler interessiert."

Hannover derzeit in Topform

Hannover 96 will seine Erfolgsserie in der Liga auch im Pokal in Nürnberg fortsetzen. "Ich weiß nicht, was ich meiner Mannschaft noch alles zutrauen kann", meinte Trainer Dieter Hecking nach vier Siegen und einem Remis in den letzten fünf Spielen fast ehrfürchtig. Im Umfeld träumt man bereits vom zweiten Pokal-Triumph nach 1992.

Nürnberg will sich indes von der ersten Niederlage im Jahr 2007 beim 1:2 am vergangenen Samstag beim FSV Mainz 05 nicht aus der Bahn werfen lassen. Trainer Hans Meyer hat Ersatzkeeper Daniel Klewer einen Einsatz in Aussicht gestellt. Klewer hielt die Franken, die zuletzt 1982 im Halbfinale standen, in der letzten Runde mit vier gehaltenen Elfmetern gegen die Spvgg. Unterhaching im Wettbewerb.

Aachens Schlaudraff droht Denkpause auf der Bank

Eine Überraschung in der Startelf könnte es auch bei Alemannia Aachen geben. Trainer Michael Frontzeck spielt mit dem Gedanken, Jan Schlaudraff in Wolfsburg zunächst auf die Bank zu setzen. Der Nationalspieler, der bei der Sensation im Dezember gegen den entthronten Pokalsieger FC Bayern München den Schlusspunkt zum 4:2 gegen seinen neuen Klub setzte, könnte Sascha Dum weichen.

© SID

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