Fußball DFB-Pokal: Wuppertal verpasst die Sensation gegen Bayern

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Wuppertal verpasst die Sensation gegen Bayern

Der Wuppertaler SV hat im DFB-Pokal gegen Bayern München die Sensation verpasst. Der Regionalligist unterlag dem Rekordmeister nach großem Kampf 2:5 (2:2).

Franck Ribery hat Bayern München ins DFB-Pokal-Viertelfinale geführt und dem Rekordmeister die Chance auf ein Titel-Triple erhalten. Der überragende französische Vize-Weltmeister bereitete beim 5:2 (2:2)-Sieg des Bundesliga-Spitzenreiters gegen den Regionalligisten Wuppertaler SV drei Tore mustergültig vor und brachte den 13-maligen Cup-Sieger dem Endspiel am 19. April in Berlin einen Schritt näher.

Vor 61 482 Zuschauern in der Arena Aufschalke, in die der Regionalliga-Tabellenführer ausgewichen war, leitete Ribery die Treffer von Miroslav Klose (14.), Daniel van Buyten (50.) und Luca Toni (53.) ein. Lediglich bei Kloses zweitem Tor (27.) und beim 5:2 durch den eingewechselten Hamit Altintop (88.) hatte der quirlige Franzose seine Füße nicht im Spiel. Vor allem Ribery war es zu verdanken, dass das Münchner Star-Ensemble nur eine Halbzeit lang Probleme mit dem Außenseiter hatte.

Vor der Pause glichen die Wuppertaler zweimal aus: Zunächst traf Tobias Damm mit einem abgefälschten Distanzschuss (26.), dann drückte Torjäger Mahir Saglik den Ball nach einem Münchner Abwehrfehler aus kürzester Distanz über die Linie (29.).

"Wuppertal hat uns in der ersten Halbzeit das Leben sehr schwer gemacht", befand auch Bayern-Trainer Ottmar Hitzfeld. Sein Team sei zu leichtsinnig und etwas zu sorglos gewesen, "dafür sind wir dann bestraft worden". In der zweiten Hälfte habe man mehr Druck gemacht, früher gestört und den Gegner nicht mehr ins Spiel kommen lassen. Kritik übte WSV-Coach Wolfgang Jerat: "Ich bin nicht zufrieden mit dem Spiel. Ich hätte mir gewünscht, dass wir in manchen Phasen mehr von unserem Spiel, vor allem in der Defensive, gezeigt hätten."

Nach dem Seitenwechsel sorgte Ribery mit zwei genauen Flanken innerhalb von vier Minuten für die Entscheidung. Nach 72 Minuten war der Arbeitstag für den Matchwinner mit seiner Auswechslung beendet.

Um den ersten Pflichtspielsieg im Stadion des Bundesliga-Rivalen Schalke 04 beim siebten Auftritt musste die Mannschaft des scheidenden Trainers Ottmar Hitzfeld eine Halbzeit lang zittern. Obwohl Klose mit seinem ersten Tor für einen Start nach Maß sorgte und der Regionalligist vor der ungewohnten Kulisse und den prominenten Namen regelrecht in Ehrfurcht erstarrte, gerieten die Münchner noch einmal in Schwierigkeiten.

Die allzu lässige Spielweise der Bayern und vor allem die Schwächen in der Innenverteidigung nutzten Damm und Saglik zweimal zum Ausgleich. In dieser Phase durfte der ehemalige Bundesligist aus Wuppertal, der zuvor sein letztes Heimspiel gegen die Bayern in seiner Bundesliga-Abstiegssaison 1974/75 3:1 gewonnen hatte, von einer Sensation im "Jahrhundertspiel" träumen. Die Bergischen hatten bislang lediglich 1963 auf dem Weg ins Halbfinale die Runde der letzten Acht im DFB-Pokal erreicht.

Zumindest finanziell lohnte sich der Umzug für den Regionalligisten. Alleine 600 000 Euro bleiben dem WSV aus den Zuschauer-Einnahmen, dazu kommen 250 000 Euro aus den Fernsehgeldern. Das heimische Stadion am Zoo fasst wegen eines Umbaus zurzeit nur 14 000 Zuschauer.

© SID

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