Fußball DFB
Sammer attackiert die Fifa

Matthias Sammer hat die Fifa für die Terminierung der U20-WM heftig kritisiert. Der Sportdirektor des DFB hat sogar die Möglichkeiten eines Boykotts der Junioren-WM thematisiert.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hat in ungewöhnlich scharfer Form den Weltverband Fifa kritisiert und sogar laut über die Möglichkeiten eines WM-Boykotts nachgedacht. "Für uns ist der Super-Gau eingetreten. Das, was jetzt passiert, ist nur noch peinlich. Ich habe keine Lust mehr, mich veralbern zu lassen", sagte Sammer dem kicker: "Ich glaube, bei der Fifa lachen sie sich kaputt über uns. Da helfen uns Fensterreden und freundliche Briefwechsel nichts."

Nachdem die Fifa die am Freitag beginnende U20-WM in diesem Jahr mitten in die Saison statt wie sonst in die Sommerpause gelegt hatte und die Vereine aufgrund fehlender Abstellungspflicht 25 deutschen Spielern die Freigabe verweigerten, hatte Sammer bereits am Mittwoch erklärt, er "schäme sich gegenüber unserem Trainer und den Spielern".

"Inkonsequente Vorgaben" der Fifa - kein Vorwurf an Vereine

"Aber was wäre denn gewesen, wenn kein Verein irgendeinen Spieler abgestellt hätte", meinte er nun: "Das hätte mich interessiert, was dann passiert. Natürlich weiß ich, dass wir die Fifa-Regeln einhalten müssen und sie uns bestrafen kann, wenn wir dagegen verstoßen. Aber kann uns die Fifa wirklich bestrafen, zumal ihre inkonsequenten Vorgaben die Situation erst ermöglicht haben?" Die Klubs nimmt der Europameister von 1996 aber ausdrücklich in Schutz: "Die Vereine haben uns bisher immer vorbildlich unterstützt und dafür bin ich zutiefst dankbar."

Der deutsche Nachwuchs war am Dienstag mit nur 15 Spielern zur WM-Endrunde nach Ägypten (25. September bis 16. Oktober) gereist. Dort trifft das deutsche Team in der Vorrunde am 26. September in Suez auf die USA, am 29. September ebenfalls in Suez auf Südkorea und am 2. Oktober in Ismailia auf Kamerun. Das Finale findet am 16. Oktober um 19.00 Uhr in Kairo statt.

© SID

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