Fußball DFB
Sammer fordert verstärkte Aufklärung

Matthias Sammer hält Präventionsarbeit im Nachwuchsbereich für sehr wichtig. Der Tod von Robert Enke solle ein Ansporn sein, sich für ein Umdenken einzusetzen, so Sammer.

DFB-Sportdirektor Matthias Sammer hält nach dem Selbstmord von Nationaltorwart Robert Enke Präventivmaßnahmen im Nachwuchsbereich für notwendig. "In Zukunft müssen wir darauf hinwirken, dass speziell die Trainer im Jugendbereich nicht nur den sportlichen Ansatz sehen, sondern auch den pädagogischen Aspekt. Vielleicht schaffen wir es so, dass wir mit dieser Krankheit normaler umgehen können", sagte Sammer im kicker.

Den Trainer als Freund sehen

Die Spieler müssten nach Meinung von Sammer das Gefühl haben, dass der Trainer auch ihr Freund sei, "zu dem ich auch gehen kann, wenn ich persönliche Probleme habe." Allerdings relativierte der Europameister von 1996 den Einfluss des Verbandes und der Coaches: "Wir können zwar Begleiter und Ratgeber sein, aber nicht diejenigen, die fachliche Hilfe geben können. Die Krankheit muss von Spezialisten begleitet und behandelt werden", erklärte Sammer, der eine noch stärkere Aufklärung fordert.

Hannovers Keeper Enke hatte sich am 10. November als Folge schwerer Depressionen das Leben genommen. "Und wir müssen davon ausgehen, dass Robert Enke kein Einzelfall ist. Diese Tragödie muss für uns Ansporn sein, uns für ein Umdenken einzusetzen", mahnte Sammer weiter.

© SID

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