Fußball DFB
Schiedsrichter-Boss Roth wird heute 65

Schiedsrichter-Boss Volker Roth feiert heute seinen 65. Geburtstag, pfeift aber auf viel Tamtam. "Für mich ist dieser Tag nichts Besonderes."

Schiedsrichter-Boss Volker Roth nimmt seinen 65. Geburtstag eher gelassen, Zeit für Feierlichkeiten hat er heute keine. "Ich werde arbeiten. Bereits am Samstag fliege ich nach Rom. Dort haben wir die ganze Woche einen Uefa-Lehrgang. Für mich ist dieser Tag nichts Besonderes", sagte der Schiedsrichterausschuss-Vorsitzende des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) und der Europäischen Fußball-Union (Uefa) im Gespräch mit dem Sport-Informations-Dienst (sid).

Feier mit Familie verschoben

Erst nach dem Uefa-Lehrgang in Italien will das Mitglied des DFB-Vorstandes im engsten Familienkreis in Salzgitter auf seinen Ehrentag anstoßen. Zwei Brüder, zwei Schwägerinnen und sechs Neffen haben sich bereits bei Roth angekündigt. Zudem wird eine ausgesuchte Delegation der DFB-Schiedsrichter zum Gratulieren vorbeischauen.

Mit den Gedanken stets beim Fußball

Doch mit seinen Gedanken ist der Träger der Goldenen Ehrennadel des DFB beim Fußball und vor allem beim Schiedsrichterwesen. Zuletzt wurde Roth von der Uefa für weitere drei Jahre zum Vorsitzenden der Schiedsrichter-Kommission berufen.

Auf Bundesliga-Ebene will der frühere Weltklasse-Referee in den kommenden Monaten das Miteinander zwischen Schiedsrichtern, Trainern und Spielern weiter verbessern: "Strafen helfen selten. Es geht nur über die Einsicht. Vor allem das Verhalten der Trainer am Spielfeldrand hat eine Signalwirkung für die Spieler."

Zwei weitere Jahre als Schiedsrichter-Boss?

Beim DFB-Bundestag im Oktober in Mainz will Roth zudem für eine weitere Amtsperiode als deutscher Schiedsrichter-Boss kandidieren. Alles andere als eine erneute Wiederwahl wäre eine faustdicke Überraschung. "Volker Roth hat das Schiedsrichterwesen professionalisiert. Er ist der beste Mann in dieser Position. Noch zu Beginn der 90er Jahre haben die Schiedsrichter acht Spiele im Jahr gepfiffen. Heute kommen die Spitzenleute auf mehr als 20", meinte auch der Chef der DFB-Schiedsrichter-Abteilung, Hellmut Krug.

Bewältigung des Wettskandals größte Herausforderung

Seine größte Aufgabe in den letzten zwölf Jahren als Vorsitzender des Schiedsrichterausschusses hatte Roth zu Beginn des Jahres 2005 zu bewältigen. Der Wett- und Manipulationsskandal um den Berliner Ex-Schiri Robert Hoyzer erschütterte das deutsche Schiedsrichterwesen in seinen Grundfesten. "Das war damals schon schockierend. Auch wenn es ein Wett- und kein Schiedsrichterskandal war. Schließlich waren nur eineinhalb von 81 000 Schiedsrichtern betroffen. Besonders bemerken möchte ich, dass es Schiedsrichter waren, die den Betrug bei uns gemeldet haben", sagte Roth, der bereits im Jahr 1958 seine Schiedsrichter-Prüfung abgelegt hat.

Von 1972 bis 1986 gehörte er der DFB-Schiedsrichter-Liste an und leitete in dieser Zeit insgesamt 129 Bundesligaspiele. Als internationaler Schiedsrichter kam er bei der Weltmeisterschaft 1986 in Mexiko zum Einsatz.

Seit 1995 verantwortlich für die DFB-Schiedsrichter

Auf dem DFB-Bundestag 1995 in Düsseldorf wurde der Unternehmer aus Salzgitter als Nachfolger von Johannes Malka zum Vorsitzenden des Schiedsrichterausschusses des DFB gewählt. In gleicher Funktion ist er seit dem Jahr 2000 für die Uefa tätig, auch beim Weltverband Fifa arbeitete er von 1994 bis 2002 in verantwortlicher Position mit.

© SID

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