Fußball DFB
Spahn führt die DFB-Task-Force gegen Gewalt an

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) hat Helmut Spahn zum neuen hauptamtlichen Sicherheitsbeauftragten berufen. Zudem übernimmt der ehemalige Sicherheitschef des WM-OK die neugegründete Task Force.

Helmut Spahn ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) zum neuen hauptamtlichen Sicherheitsbeauftragten ernannt worden. Zusätzlich wird dem ehemaligen Leiter des Spezialeinsatzkommandos der Polizei Frankfurt die Führung der Task Force anvertraut. Die Task Force, Ende Oktober gegründet von DFB und DFL, steht für den Kampf gegen Gewalt, Fremdenfeindlichkeit und Rassismus.

Der 45 Jahre alte Spahn, der von September 2003 bis Oktober dieses Jahres als Sicherheitschef des WM-Organisationskomitees tätig war, tritt seine neue Aufgabe am Donnerstag an und wird Nachfolger des bisher ehrenamtlich tätigen DFB-Sicherheitsbeauftragten Alfred Sengle. Sengle scheidet aus Altersgründen zum Jahresende aus.

Die erste Sitzung der Task Force wurde für Ende November angesetzt. Wie beschlossen werden auch Vertreter der Bundesliga in der Arbeitsgruppe vertreten sein - unter anderem durch Peter Peters, Geschäftsführer von Schalke 04. "Es ist uns ein Anliegen, dass der Profi-Fußball mit seinem Know-how die Arbeit der Task Force unterstützt", erklärte Liga-Präsident Werner Hackmann. Auch wenn das Thema in der ersten und zweiten Liga "weitgehend unter Kontrolle ist, engagieren wir uns gerne im Sinne der Fußball-Familie", sagte Hackmann.

Aufbau eines Informations- und Meldesystems

Als künftige Aufgaben sieht die Task Force unter anderem den "Aufbau eines Informations- und Meldesystems für Ereignisse von sicherheitsrelevanter Bedeutung im gesamten deutschen Fußball" sowie die "spezielle Betreuung von durch Gewalt und Rassismus besonders gefährdeten Vereinen".

DFB-Präsident Theo Zwanziger hatte zuletzt bereits beim Beschluss zur Gründung der Task Force verdeutlicht: "Wir wollen einen Fußball, in dem Gewalt und Rassismus keinen Platz haben. Die Kinder und ihre Eltern dürfen keine Angst haben, auf einem Fußballplatz in eine Prügelei mit Idioten verwickelt zu werden."

Fans bleiben Stadion fern

Diese Sorge ist begründet. Wie eine repräsentative Umfrage des Forschungsinstitutes Forsa im Auftrag des Magazins "Stern" ergab sind die jüngsten Gewaltausbrüche bei Fußballspielen für viele Fans offenbar ein Grund, lieber nicht ins Stadion zu gehen. Demnach würden insgesamt 41 Prozent der Befragten explizit aufgrund der letzten Ereignisse lieber auf einen Stadionbesuch verzichten.

In Ostdeutschland äußerten 51 Prozent der Befragten entsprechende Bedenken, in Westdeutschland waren es 39 Prozent. 57 Prozent erklärten dagegen, die Gewaltausbrüche wären für sie kein Grund, vom Stadionbesuch abzusehen.

© SID

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