Fußball DFB
Uefa-Chef Platini beehrt DFB-Bundestag

Uefa-Präsident Michel Platini wird in diesem Jahr dem Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) einen Besuch abstatten. Darauf einigten sich der Franzose und DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger am Montag.

Prominenten Besuch erwarten die Delegierten beim Bundestag des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) am 26. Oktober 2007 in Mainz. Uefa-Präsident Michel Platini nahm die Einladung zu einem Besuch an. Dies ist ein Ergebnis des Gedankenaustauschs mit DFB-Präsident Dr. Theo Zwanziger und Uefa-Vizepräsident Gerhard Mayer-Vorfelder am Montag am Uefa-Sitz in Nyon.

"Wir freuen uns über diese Zusage und sehen darin einen Beweis für die gute Zusammenarbeit zwischen Uefa und der DFB sowie der beiden Präsidenten. Zugleich ist es ein wichtiges Zeichen dafür, welche Wertschätzung der DFB bei der Uefa genießt und dass wir in vielen Sachthemen inhaltlich übereinstimmen", erklärte Zwanziger nach dem Treffen mit dem französischen Uefa-Boss.

Differenzen offenbar ausgeräumt

Offenbar wurden bestehende Differenzen weitgehend ausgeräumt und die Basis für eine verbesserte Zusammenarbeit gelegt. Die Unstimmigkeiten waren im Zusammenhang mit dem Uefa-Kongress im Januar in Düsseldorf aufgetreten, als sich der Deutsche Fußball-Bund für eine Wiederwahl von Platinis Amtsvorgänger Lennart Johansson eingesetzt hatte. Platini war jedoch mit 27:23 Stimmen von den Uefa-Mitgliedsverbänden gewählt worden.

Zwanziger unterstrich am Montag: "Wir haben ein sehr gutes Gespräch in angenehmer Atmosphäre geführt und einige Themen erörtert, die uns beiden in naher Zukunft am Herzen liegen. Für den DFB habe ich Michel Platini zugesagt, dass wir seinen anstehenden Reform-Bemühungen konsequent unterstützen werden. Zumal sie genau der Linie entsprechen, die wir auch beim DFB verfolgen. Ich freue mich auf eine verantwortungsvolle und konstruktive Zusammenarbeit mit Michel Platini."

Absprache in Sachen Frauen-WM 2011

Wichtig war Zwanziger auch, wie sich die Uefa zur deutschen Bewerbung um die Ausrichtung der Frauen-WM 2011 stellt. Immerhin hat auch Platinis Heimatland Frankreich kandidiert, und ein Konflikt der Nachbarländer würde nur der Schweiz, dem dritten europäischen Bewerber, oder aber den außereuropäischen Kandidaten Australien, Kanada, Peru in die Karten spielen.

Es wurde abgeklärt, dass die deutsche und die französische Bewerbung parallel bis Ende August vorangetrieben werden. Dann soll es eine erneute Kontaktaufnahme geben. Möglicherweise wird ein Verband seine Kandidatur zurückziehen. Eine mögliche Variante wäre, die WM nach Deutschland zu vergeben und die anschließende EM in Frankreich auszutragen.

Informiert wurde das Gespann Zwanziger und Mayer-Vorfelder auch über die Reformpläne Platinis in Bezug auf die Champions League. Bekanntlich will der neue Uefa-Präsident möglicherweise die Startplätze für die großen Nationen von vier auf drei reduzieren. Zudem ist geplant, dass der dritte Vertreter eines Landesverbandes bereits in der ersten Qualifikationsrunde der Königsklasse eingreifen muss.

Organisiert wurde der Friedensgipfel in der Uefa-Zentrale von Mayer-Vorfelder. Der Uefa-Vizepräsident und ehemalige DFB-Boss gilt als enger Vertrauter von Platini und saß bei dem Gespräch der beiden Präsidenten mit am Tisch. "In Düsseldorf ist es zu Irritationen gekommen, die keinem dienen. Deshalb habe ich mich um dieses Gespräch im Vorfeld der nächsten Sitzung des Exekutiv-Komitees bemüht", hatte "MV" zuvor erklärt.

© SID

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